Uni Köln ist nicht mehr Exzellenzuni, Bonn und Aachen sind dabei

Bonn ist dabei : Köln verliert Titel als „Exzellenzuni“

Die Universität Köln hat ihren Titel als „Exzellenzuniversität“ verloren. Bonn wurde als neue „Elite-Uni“ ausgezeichnet, während Aachen seinen Titel weiterhin tragen darf.

Das teilte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Namen der Exzellenzkommission am Freitag in Bonn mit. Die insgesamt elf ausgezeichneten Universitäten können sich jetzt auf Fördergelder in Millionenhöhe freuen.

Die Förderung ist auf mindestens sieben Jahre angelegt und beginnt am 1. November. Jeweils zehn bis 28 Millionen Euro im Jahr bekommen die ausgewählten Hochschulen und Verbünde, drei Viertel davon vom Bund, ein Viertel von dem Bundesland, in dem sie ihren Sitz haben.

17 Hochschulen und zwei Verbünde hatten sich um den Titel „Exzellenzuniversität“ beworben. Dieser wurde 2006 zum ersten Mal verliehen, die Exzellenzinitiative soll den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken und herausragende Forschung fördern. Pro Jahr werden dafür seit Januar 2019 rund 533 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Neu ist, dass der Staat Unis nun auch dauerhaft fördern will. Nach sieben Jahren soll überprüft werden, ob die „Elite-Unis“ noch die Fördervoraussetzungen erfüllen. Wenn ja, fließen die Extra-Millionen weiter.

Um sich als „Exzellenzuniversität“ bewerben zu können, muss eine Hochschule mindestens zwei „Exzellenzcluster“ vorweisen können, also fachübergreifende Forschungsprojekte mit eigenen Fördermitteln. An sie gehen rund 385 Millionen Euro der Fördergelder, 148 Millionen gehen direkt an die „Exzellenzunis. Die Entscheidung darüber war bereits im vergangenen Herbst gefallen, 57 Universitäten hatten den Zuschlag erhalten, 17 davon erhielten Förderungen für zwei Cluster.

Während die Universität Köln ihren Titel als „Exzellenzuniversität“ verloren hat, ist die Freude an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität Aachen groß. Ebenfalls ausgewählt wurden der Berliner Verbund aus Freier Universität, Humboldt-Universität und Technischer Universität, die Technische Universität Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Konstanz, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Technische Universität München und die Eberhard Karls Universität Tübingen.

(kess/dpa)
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