KFC Uerdingen: KFC: Verhandlung erst im Mai

KFC Uerdingen : KFC: Verhandlung erst im Mai

Aus Terminschwierigkeiten berät die Spruchkammer des Fußball-Verbandes Niederrhein erst am 12. Mai die Vorkommnisse der angebrochenen Partie in Ratingen. Im Aufstiegskampf ist deren Urteil von enormer Bedeutung.

Die Mühlen im Fußball-Verband Niederrhein (FVN) mahlen manchmal langsam. Erst am 12. Mai (um 18.30 Uhr im Sitzungszimmer 3 der Sportschule Wedau) will sich die Verbandsspruchkammer zusammen setzen, um über die Vorkommnisse beim Spiel in der Niederrheinliga zwischen Ratingen und dem KFC Uerdingen zu beraten und ein Urteil zu fällen. Das sagte am Dienstag der Vorsitzende der Spruchkammer, Wilfried Loskamp, im Gespräch mit der Redaktion. Die Sitzung der Spruchkammer ist öffentlich.

Der KFC strebt in dieser Verhandlung an, dass die nach den Unruhen abgebrochene Partie neu angesetzt wird und nicht am Grünen Tisch entschieden wird. Zum Zeitpunkt des Abbruchs waren immerhin noch fast 20 Minuten zu spielen; Ratingen führte mit 2:1.

Für den KFC wäre eine Neuansetzung enorm wichtig im Kampf um den Aufstieg. Denn würde das Spiel für Ratingen gewertet, hätten die Uerdinger ein Spiel mehr ausgetragen als der unmittelbare Verfolger TuRU und einen Punkt mehr. TuRU könnte also am spielfreien Wochenende des KFC mit einem Sieg an den Blau-Roten vorbeiziehen. "Wir werden alles dafür tun, dass das Spiel neu angesetzt wird", sagte KFC-Boss Lakis bereits am Sonntag der RP.

Das aber liegt nun in der Hand der Verbandsspruchkammer. Wilfried Loskamp bemüht sich derzeit, einen Termin zu finden. Das sei gar nicht so einfach, weil eine ganze Reihe von Beteiligten unter einen Hut zu bringen seien. Auch müssten die Räumlichkeiten beim Verband in Duisburg zur Verfügung stehen. Im Gespräch sind momentan der 4. oder der 12. Mai, sagt Loskamp: "Wir würden gerne früher verhandeln, aber wir können keinen Termin finden."

Zu der Verhandlung selbst werden die bis zu fünf Vertreter der Spruchkammer geladen; drei müssen anwesend sein, um eine Beschlussfähigkeit des Gremiums zu garantieren. "Von den Vertretern kommt niemand aus Krefeld oder einem anderen Verein in der Niederrheinliga", sagt Loskamp.

Außerdem werden die beteiligten Vereine geladen sowie Schiedsrichter Christian Bendurski. Die Vereine dürfen bis zu zwei Vertreter entsenden, unter denen auch ein Rechtsanwalt sein kann. Außerdem dürfen die Clubs Zeugen benennen, die ebenfalls bei dieser Sitzung angehört werden. Auch der Schiedsrichter, der bereits einen Sonderbericht über die Vorkommnisse angefertigt hat, sagt als Zeuge aus. "Wir werden uns die Stellungnahmen und Zeugenaussagen genau anhören und sorgfältig prüfen", verspricht Wilfried Loskamp.

Ein entscheidender Punkt für das Strafmaß wird sein, wie die Spruchkammer über die Verursacher des Abbruchs entscheidet. Kommt das Gremium zum Beschluss, dass dies KFC-Fans sind, dann können die Uerdinger mit hohen Strafen (zum Beispiel Geldbuße, Platzsperre, Geisterspiel, vielleicht sogar auch Punktabzug) rechnen — und wohl die Neuansetzung in den Wind schießen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: KFC Uerdingen in Ratingen: Spielabbruch

(RP)
Mehr von RP ONLINE