KFC Uerdingen: Die Folgen des Spielabbruchs

KFC Uerdingen : Die Folgen des Spielabbruchs

Sportlich: Wie die Partie gegen Ratingen gewertet wird, hängt nun davon ab, was die Spruchkammer des Fußball-Verbandes Niederrhein (FVN) entscheidet. Da das Spiel in der 73. Minute abgebrochen wurde, könnte es neu angesetzt werden, möglicherweise auf neutraler Ebene. Das ist aber eher unwahrscheinlich. Vermutlich wird die Partie als Sieg für Ratingen gewertet, auch, weil Germania zum Zeitpunkt des Abbruchs in Führung lag. Das wäre für den KFC nach der jüngsten Niederlage gegen Kapellen und der Punkteteilung mit Viersen ein erneuter Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft. Uerdingen wäre mehr denn je auf Schützenhilfe der Gegner von TuRU Düsseldorf angewiesen – so wie gestern, als Straelen gegen TuRU mit 3:0 gewann.

Finanziell: Der KFC kann davon ausgehen, eine erhebliche Geldstrafe zu erhalten – unabhängig davon, ob die Uerdinger Fans nun als Auslöser des Abbruchs gesehen werden. Denn frühere Vorkommnisse gehen in das Strafmaß mit ein, und da dürften die Uerdinger keinen sonderlich guten Stand beim Verband haben. Ein wichtiges Kriterium ist, was der Schiedsrichter in den Sonderbericht auf dem Spielbogen eingetragen hat, denn dessen Bewertung ist eines der Beweismittel vor der Spruchkammer. Allerdings: Es war auch ein Schiedsrichter-Beobachter vor Ort in Ratingen, also ein neutraler Beobachter.

Strafen: Neben einer Geldstrafe – die auch auf Gastgeber Ratingen zukommen dürfte – drohen dem KFC eine Platzsperre (das bedeutete, dass er mindestens ein Heimspiel auf neutralem Boden austragen müsste), vielleicht auch ein "Geisterspiel" unter Ausschluss der Fans. Im (sportlich) schlimmsten Fall könnte sich der Verband dazu entscheiden, den Uerdingern Punkte abzuziehen – dann könnte der KFC den Aufstieg endgültig zu den Akten legen.

Entscheidungen: Mit den Entscheidungen der Spruchkammer des Fußball-Verbandes ist in der Regel recht schnell zu rechnen. Vermutlich wird sie noch im Laufe der kommenden Woche fallen, also wahrscheinlich noch vor den Osterfeiertagen.

(RP)
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