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Europa League, Qualifikation: VfL Wolfsburg raus, AC Mailand nach 24 Elfmetern weiter

Europa League : 24 Elfmeter beim Spiel von Mailand – Wolfsburg raus

Die Wolfsburger sind nach dem 1:2 bei AEK Athen und dem Ausscheiden aus der Europa League „sehr enttäuscht“. Der neunmalige Europapokal-Sieger AC Mailand hingegen hat die Qualifikation nach einem dramatischen Elfmeterschießen geschafft – kam dann aber nicht mehr zurück nach Italien.

Trainer Oliver Glasner (46) vom VfL Wolfsburg hat nach dem Aus in der Europa League völlig frustriert die Heimreise angetreten. "Wir sind alle sehr enttäuscht. Es ist unglaublich bitter, wenn man mit der letzten Aktion das 1:2 bekommt", sagte Glasner nach dem 1:2 (1:0) bei AEK Athen, durch das die Wölfe den Einzug in die Gruppenphase verpassten.

"Wir wollten unbedingt in der regulären Spielzeit die Partie gewinnen und sind dann ausgekontert worden", meinte Glasner, nachdem Admir Mehmedi die Niedersachsen in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zwar in Führung gebracht hatte, ehe zwei Tore von Andre Simoes (64.) und Karim Ansarifard (90.+4) die Partie zugunsten der Griechen drehten.

"Wir haben uns sehr schwer getan, Torchancen herauszuspielen und konnten uns insgesamt zu wenig durchsetzen. Trotzdem sind wir 1:0 in Führung gegangen - mit einem Prachttor ist dann der Ausgleich gefallen", sagte Glasner: "Wir haben es versucht, aber in der Offensive nicht die richtigen Lösungen gefunden. Deswegen ist die Enttäuschung sehr groß."

Der neunmalige Europapokal-Sieger AC Mailand hat erst in einem dramatischen Elfmeterschießen die Qualifikation für die Europa League geschafft. Nach insgesamt 24 geschossenen Elfmetern setzte sich der italienische Spitzenclub mit 9:8 beim portugiesischen Außenseiter FC Rio Ave durch. Nach der Verlängerung hatte es 2:2 und nach der regulären Spielzeit 1:1 (0:0) gestanden.

Der frühere Bundesliga-Profi Hakan Calhanoglu rettete Milan durch einen verwandelten Strafstoß in der Nachspielzeit der Verlängerung (120.+2 Minute) überhaupt erst in das Elfmeterschießen. Und auch da hatten die Portugiesen nach den Fehlschüssen von Lorenzo Colombo, Torwart Gianluigi Donnarumma und Ismael Bennacer gleich dreimal die Chance, den großen Favoriten beim jeweils nächsten Versuch aus dem Wettbewerb zu werfen. Doch Rio Ave verschoss auch dreimal umgehend wieder. Beim 24. und letzten Elfmeter scheiterte der Brasilianer Aderllan Santos.

Gutes Ende also für den AC Mailand – zumindest fast. Denn die Partie der Playoff-Runde dauerte so lange, dass die Mannschaft danach nicht mehr wie geplant nach Italien zurückfliegen konnte, weil der Flughafen in Porto bereits geschlossen war. Das berichtete das vereinseigene „Milan TV“ noch in der Nacht.

(kron/dpa/sid)