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Europa League, Qualifikation: VfL Wolfsburg gegen AEK Athen um die Gruppenphase

2:0 in Euro-League-Quali : Wolfsburg trennt nur noch ein Sieg von der Gruppenphase

Die Niedersachsen setzten sich in der vorletzten Qualifikationsrunde gegen FK Desna Tschernihiw aus der Ukraine mit 2:0 (1:0) durch und müssen nun nur noch eine letzte Hürde überspringen: AEK Athen.

Nur noch ein Sieg trennt den VfL Wolfsburg von der Gruppenphase der Europa League. Die Niedersachsen setzten sich in der vorletzten Qualifikationsrunde gegen FK Desna Tschernihiw aus der Ukraine mit 2:0 (1:0) durch und müssen nun am 1. Oktober die letzte Hürde überspringen. Dann geht es in Griechenland gegen AEK Athen, der sich beim FC St. Gallen mit 1:0 durchsetzte.

Den ersten Treffer für den Bundesliga-Zehnten erzielte Mannschaftskapitän Josuha Guilavogui (16.). Der Abwehrchef war nach der Kopfballverlängerung einer Ecke mit einem Flachschuss erfolgreich. Daniel Ginczek (90.+2) legte beim zäh erarbeiteten und glanzlosen Erfolg erst spät nach.

Dennoch waren die Platzherren von Beginn an auch ohne die Unterstützung von Zuschauern in der AOK-Arena das technisch und taktisch bessere Team. Schon in der ersten Halbzeit verpassten die Norddeutschen mehrfach eine Vorentscheidung. So wurde in der vierten Minute ein Schuss von Omar Marmoush zur Ecke abgefälscht, Mittelfeldspieler Xaver Schlager köpfte in der 44. Minute knapp über die Querlatte.

Wegen des coronabedingten Modus ohne Rückspiel waren die Gäste gezwungen, nach dem Rückstand ihre extrem defensive Taktik aufzugeben. Aber die Mannschaft von Trainer Alexander Rjabokon hatte in der Vorwärtsbewegung zunächst herzlich wenig zu bieten. Halbchancen entstanden eigentlich nur durch Nachlässigkeiten in der Wolfsburger Abwehr.

Allerdings war der Tabellensechste der ersten ukrainischen Liga ein stärkerer Gegner als vor einer Woche FK Kukesi aus Albanien. Dort hatte das Team von Coach Oliver Glasner mühelos mit 4:0 gewonnen.

Erstmals ernsthaft in Gefahr geriet das Tor der Gastgeber in der 47. Minute, Wladislaw Kalitwinzew kam nahezu freistehend zum Schuss. Auch in den Folgeminuten gerieten die Wolfsburger kurze Zeit ins Schwimmen. Und erstmals musste Glasner richtig laut werden, um seine Schützlinge zu wecken.

Der kurze sportliche Höhenflug von Tschernihiw endete nach einer Stunde. Wegen wiederholten Foulspiels musste Innenverteidiger Joonas Tamm das Spielfeld vorzeitig verlassen. Daraufhin erarbeitete sich der VfL die Überlegenheit der ersten Halbzeit zurück.

Die Ukrainer wussten sich in der Schlussphase nur noch durch Fouls vor weiteren Gegentoren zu retten. Zwei weitere Platzverweise wären vertretbar gewesen.

(kron/SID)