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Gladbach: Papa Yann Sommer könnte der Schweiz im EM-Spiel gegen Italien fehlen

EM-Borussen : Auf Sommer könnte eine erfreuliche EM-Pause warten

Borussias Torwart Yann Sommer fehlt der Schweizer Nationalmannschaft möglicherweise im EM-Gruppenspiel gegen Italien. Der Grund: Der 32-Jährige wird zum zweiten Mal Vater. Das Team kurzzeitig zu verlassen, wäre laut Schweizer Medien möglich.

Yann Sommer ist die unumstrittene Nummer eins der Schweizer Nationalmannschaft. Zudem plagen den 32-Jährigen derzeit keinerlei gesundheitliche Probleme. Trotzdem könnte Borussias Keeper der Nati am Mittwoch im Topspiel der Europameisterschafts-Gruppe A gegen Italien fehlen. Der Grund ist für Sommer indes ein erfreulicher: Er wird zum zweiten Mal Vater.

Die Geburt seiner zweiten Tochter steht kurz bevor – und Sommer würde gerne dabei sein. „Klar würde ich gerne bei der Geburt bei meiner Frau sein und ihr beistehen. Das muss ich, wenn es soweit ist, mit dem Trainerstab besprechen“, wurde Sommer vor zwei Wochen in der Schweizer Tageszeitung „Blick“ zitiert. Die Medien in seinem Heimatland spekulieren nun, dass damit Sommer am Mittwoch in Rom gegen Italien fehlen könnte.

Ausgerechnet gegen den Gruppenfavoriten würde ein Fehlen Sommers der Nati schmerzen. Seinen Wert für die Mannschaft unterstrich der erfahrene Keeper auch im ersten EM-Spiel der Schweiz, als er sein Team beim 1:1 gegen Wales vor dem frühen Rückstand bewahrte, indem er einen Kopfball Kieffer Moores grandios parierte. Für das Erreichen des Achtelfinales wäre es nach dem ernüchternden Auftakt sehr hilfreich, wenn gegen Italien zumindest ein Punkt herausspringen würde.

Die Schweizer wissen indes um die Schwere dieser Aufgabe. „Es wird ein großes Spiel, es sind große Spieler“, sagte Sommers Gladbacher Teamkollege Denis Zakaria am Montag in einer Medienrunde über das Duell gegen den viermaligen Weltmeister. „In dieser Mannschaft können alle Spieler die Entscheidung bringen.“

Sollte Sommer tatsächlich kurzfristig abreisen, wäre wohl Yvon Mvogo (PSV Eindhoven) Sommers Vertreter. Doch soll es für den Gladbacher nur ein Fehlen auf Zeit sein. Das Konzept der Uefa sieht vor, dass Spieler unter bestimmten Umständen die coronabedingte Blase verlassen und wieder zurückkehren dürfen. Laut des Nati-Arztes Martin Maleck sollte eine Rückkehr Sommers im Fall der Fälle auch relativ problemlos sein. „Er gehört zu den Spielern, die schon zweimal geimpft sind“, wird Malek vom Nachrichtenportal „20min.ch“ zitiert. Ihr drittes Gruppenspiel gegen die Türkei absolviert die Schweiz am Sonntag.