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Krefeld Pinguine beenden ihre schwarze Serie

2:1-Sieg nach Verlängerung : Pinguine beenden ihre schwarze Serie

Nach 19 Niederlagen in Folge gegen Bremerhaven feierten die Krefelder am Freitag an der Nordsee einen 2:1-Erfolg nach Verlängerung und machten damit beste Werbung für das Jubiläums-Heimspiel am Sonntag gegen Mannheim.

Es ist vollbracht! Die Krefeld Pinguine stoppten am Freitag ihre Negativserie gegen Bremerhaven. Am 85. Geburtstag des KEV gewann die Auswahl von Cheftrainer Igor Zakharkin nach 19 Niederlagen in Folge zum ersten Mal wieder gegen die Nordseestädter. In der Eissporthalle am Wilhelm-Kaisen-Platz  hatten die Gäste vor 2931 Zuschauern mit 2:1 (0:0,1:0,0:1,1:0) nach Verlängerung das bessere Ende für sich.

In einem Spiel auf mittelmäßigem Niveau verdienten sich die Pinguine mit einer starken Defensivleistung und einigen gefährlichen Kontern den Erfolg. Abgesehen vom zwischenzeitlichen Ausgleich zeigte Torhüter Nikita Quapp erneut eine starke Leistung.

Für die Pinguine geht es bereits am Sonntag um 14 Uhr in der Yayla-Arena gegen Adler Mannheim weiter. Am Rande dieser Begegnung feiern die Schwarz-Gelben den 85. Geburtstag des Krefelder EV von 1936 mit einem interessanten Rahmenprogramm.

Die Pinguine hatten sich nach dem Pre-Game-Skating in der Yayla-Arena am späten Vormittag auf den Weg nach Bremerhaven gemacht. Trotz einer Vollsperrung im Wesertunnel fuhr der Team-Bus pünktlich gegen 17.30 Uhr an der Eis-Arena vor. Sportdirektor Sergey Saveljev reiste mit dem PKW an die Nordsee, weil er noch wichtige Dinge zu erledigen hatte. Bereits auf der Anreise herrschte heftiger Wind, der sich später noch verstärkte und den Spielern beim Verlassen des Busses heftig ins Gesicht blies.

Das Trainerteam hatte die Mannschaft gegenüber dem Auftritt am Dienstag in Ingolstadt nicht verändert. Quapp kam somit zu seinem dritten Starteinsatz in Folge. In der Abwehr setzten die Krefelder auf sieben Verteidiger, für den Angriff standen zehn Stürmer zur Verfügung, von denen Justin Volek aber ohne Eiszeit blieb.

Im ersten Drittel passierte vor beiden Toren nur sehr wenig. Den Mannschaften steckten wohl noch die Begegnungen, die sie unter der Woche austragen mussten, in den Beinen. Philipp Mass verfehlte in der 3. Minute das Tor der Bremerhavener. Vor dem Krefelder Tor wurde es zweimal gefährlich. Verteidiger Jesper Jensen Abo lenkte in der fünften Minute bei einer Abwehrreaktion den Puck an den Pfosten des eigenen Tores. Zwei Minuten später scheiterte Torjäger Jan Urbas am Torgestänge der Pinguine. Bei ihrer ersten Überzahl kamen beide Teams zu keinen nennenswerten Torgelegenheiten. Bei der zweiten Überzahl der Pinguine lag dann aber eine Minute vor Drittelende der Puck im Kasten der Gastgeber. Ersatzkapitän Laurin Braun hatte kurz vor dem Tor gegen Torhüter Brandon Maxwell nachgestochert, der Puck kam zu Jeremy Bracco, der das Spielgerät ins Tor beförderte. Die Schiedsrichter hatten aber kurz zuvor abgepfiffen, deshalb zählte der Treffer nicht.

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Zu Beginn des Mitteldrittels überstanden die Pinguine eine Strafzeit gegen Alexander Bergström und hatten danach eine kurze Druckphase, die sie aber nicht zum Führungstreffer nutzen konnten. Ab der 30. Minute erspielten sich die Gastgeber ein kleines Übergewicht. Bei einer Strafzeit gegen Lucas Lessio verhinderte Quapp gegen Urbas und Bruggisser einen Rückstand. Als Lessio von der Strafbank zurückkehrte, wurde er von Bremerhavens Verteidiger Stanislav Dietz zu Fall gebracht. Diese Überzahl nutzten die Pinguine mit einem schön herausgespielten Treffer von Alexander Weiss zur Führung. Bei einer weiteren Überzahl verpassten die Krefelder es, die Führung auszubauen.

Im Schlussdrittel nahm die Partie dann etwas Fahrt auf. Tormöglichkeiten blieben aber auf beiden Seiten Mangelware. Der Ausgleich der Gastgeber fiel durch einen haltbaren Weitschuss von Bremerhavens Verteidiger Eminger (45.) Weil Krefeld eine Überzahl nicht nutzen konnte, und die wenigen gefährlichen Schüsse der Gastgeber eine sichere Beute von Quapp wurden, ging es in die Verlängerung, wo Alexander Bergström mit seinem vierten Saisontreffer den Zusatzpunkt sicherte. „Weil kein Pfiff kam, habe ich nicht aufgehört zu spielen“, sagte der Torschütze über eine Abseitsstellung vor dem Siegtor.