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Krefelder EV: Nach Stadionbau wurde der Verein gegründet

85 Jahre Eishockey in Krefeld : Nach Stadionbau wurde der KEV gegründet

Der Kaufmann Willi Münstermann stellte vor 85 Jahren die Weichen für das Krefelder Eishockey. Der KEV wurde am 22. Oktober 1936 im Hotel Wilmeroth gegründet und hatte sofort 107 Mitglieder.

Wenn man sich die Geschichte des Krefelder Eishockey-Sports und der Rheinlandhalle ansieht, darf ein Name nicht fehlen, der von Willi Münstermann. Der Vater des Erfolges und der Idee an sich.

Die Liebe zum Eishockey und die überflüssige Kälte seiner Kühlhäuser brachten den Eier-Großhändler aus Düsseldorf auf die Idee, ebenfalls ein Eisstadion, im Stile des Düsseldorfer Stadions, zu bauen. Er pachtete ein Grundstück - direkt neben seinem - von der Stadt. Einzige Auflage der Stadt: nach 50 Jahren geht das Grundstück samt Stadion an die Stadt zurück. Am 27. Juni 1936 wurde der Grundstein für das Hindenburgstadion gelegt. Am 22.Oktober 1936 gründete Willi Münstermann den Krefelder EV 36, der bei seiner Gründung im Hotel Wilmeroth 107 Mitglieder hatte. Doch Willi Münstermann war noch lange nicht zufrieden. Es folgte der nächste Geniestreich. Im Herbst 1936 holte er den für die WM in Garmisch-Partenkden engagierte Bobbie Hoffinger, der 12 junge Spieler mit deutscher Abstammung aus dem kanadischen Alvador nach Krefeld lockte. Diese Truppe sollte, verstärkt mit hungrigen Deutschen, das Eishockey-Virus in Krefeld festsetzen. Zum einen solltem sie als Profitruppe spielen, aber gleichzeitig auch die Amateure fördern. Durch Gastspielreisen sollte sich die Truppe selber finanzieren. Als Entgelt erhielten die Spieler Unterkunft und Taschengeld. Gemanagt durch Willi Münstermanns Frau Ria, reiste die Gruppe u.a. in die Tschechoslowakei, Frankreich, Holland, Schweiz und Schweden - und begeistere die Leute. Bekannt wurden sie unter dem Namen „German Canadians“. Zwei Jahre lang begeisterten die kanadischen Jungs die Zuschauer. Danach war die eigene Mannschaft der Zuschauermagnet, was heute noch so ist.