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Daniel Pietta hofft auf ein paar KEV-Fans

Pinguine treffen auf Ingolstadt : Daniel Pietta hofft auf ein paar KEV-Fans

Der Ex-Center der Pinguine spielt am Dienstag für Ingolstadt zum ersten Mal vor Zuschauern gegen die Schwarz-Gelben. Krefelds Stürmer Robert Sabolic freut sich auf das Duell gegen die Panther, mit denen er 2014 Meister wurde.

Wenn Robert Sabolic am Dienstagabend das Eis in Ingolstadt zum Warm-Up betritt, wird er von den Fans der Panther bestimmt freundlich begrüßt. Denn in der Saison 2013/14 war der heute 33-jährige Stürmer maßgeblich am Gewinn der Deutschen Meisterschaft beteiligt. Alleine in den 21-Play-off-Spielen, darunter auch gegen die Pinguine, erzielte er neun Treffer. Besonders weh tat den Schwarz-Gelben im dritten Play-off-Duell im ausverkauften König-Palast in der ersten Verlängerung nach drei Minuten und 34 Sekunden sein Siegtreffer zum 3:2-Endstand. „Ich freue mich auf Ingolstadt und bin gespannt, wie mich dort die Fans empfangen“, sagte der Slowene am Sonntag nach dem Heimsieg gegen Augsburg.

Nach zwei Spielzeiten an der Donau zog es Sabolic nach Tschechien, Russland, in die Schweiz und nach Schweden. Jetzt will er die Pinguine wieder die Play-offs erreichen, ist mit sich aber noch nicht zufrieden: „Ich war am Anfang nervös und habe viele Chancen vergeben. Jetzt läuft es bei uns besser. Wir haben die Reihen etwas umgestellt. Ich denke, dass ich aber noch mehr für die Mannschaft leisten kann.“ Gegen Augsburg erzielte er mit seinem dritten Saisontreffer die 3:0-Führung.

Den ersten Treffer des Abends und seinen ersten in der DEL für die Pinguine erzielte Dominik Tiffels. „Jetzt habe ich endlich meinen ersten Treffer der Saison, jetzt kann es so weiter gehen“, sagte der Verteidiger. Trotz des zweiten Heimsiegs der Saison war er nicht ganz zufrieden: „Im ersten Drittel haben sich beide Teams mehr oder weniger abgetastet. Danach sind wir verdient in Führung gegangen. Im letzten Drittel hätten wir schlauer spielen müssen. Da hätten wir uns nicht so defensiv hinten reinstellen dürfen.“ 

Auf die Defensive werden die Pinguine am Dienstagabend in Ingolstadt großen Wert legen müssen. Denn die Panther sind angeschlagen und wollen nach vier Niederlagen in Folge unbedingt wieder in die Erfolgsspur kommen. Der Baum brennt derzeit beim ERC ein wenig. Trainer Doug Shedden ist in die Schusslinie der Kritik geraten und verfolgte zuletzt die Darbietungen seines Teams hinter der Bande fast regungslos.

In der Vorsaison unterlagen die Pinguine gegen Ingolstadt mit 3:6 und 5:6, wobei die Niederlage in Krefeld mit 5:0 für die Panther gewertet wurde, weil die Hausherren einen Kontingentspieler zu viel auf dem Eis hatten. Wie damals, werden sich die Augen der KEV-Fans wieder auf Daniel Pietta richten. Besonders im ersten Duell an der Donau, wo er den Treffer zur 2:1-Führung der Panther erzielte, ging es emotional hoch her. Jetzt findet das Wiedersehen mit dem Urgestein des Krefelder Eishockeys zum ersten Mal vor Zuschauern statt. „Ich würde mich freuen, wenn ein paar KEV-Fans zum Spiel kommen“, sagte Pietta am Montag im RP-Gespräch. Bereits beim Heimspiel gegen München stand eine Gruppe der „Party-Pinguine“ auf der Tribüne, die zwei Tage später in Straubing die Krefelder Mannschaft unterstützten. „Ich kenne ja viele KEV-Fans schon lange und persönlich. Nach dem Spiel habe ich mich mit ihnen noch kurz getroffen.“ Die Ereignisse an der Westparkstraße verfolgt er natürlich immer noch: „Sportlich hat sich die Mannschaft ja etwas stabilisiert und spielt auf Konter.“ Dass jetzt Sergey Saveljev mit hinter der Bande steht, der ihn in Krefeld vor die Tür gesetzt hat, interessiere ihn wenig: „Ich will nur das Spiel gewinnen.“ Von seiner Abfindung erwartet Pietta in Kürze noch die letzte Rate.

  • Auch in dieser Szene war Torwart
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  • Neben Verteidiger Oliver Mebus trug auch
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Die Pinguine sind am Montag mit zwei Torhütern, sieben Verteidigern und nur zehn Stürmern nach Bayern gereist. Neben Martin Schymainski fallen auch Artur Berlyov und Leon Niederberger (beide Unterkörperverletzung), der sich vor der Abfahrt im Training verletzte, aus. Trotzdem blieb Luca Hauf zu Hause. „Er soll erst wieder für uns spielen, wenn er einige Trainingseinheiten mitgemacht hat“, sagte Sergey Saveljev. Ob Nikita Quapp oder Oleg Shilin im Tor steht, soll nach dem Pre-Game-Skating entschieden werden.