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Krefeld Pinguine: Nikita Quapp hält sein Team vergeblich im Spiel

1:3-Niederlage in Ingolstadt : Quapp hält Pinguine vergeblich im Spiel

Der junge Torwart war am Dienstagabend im Auswärtsspiel der Pinguine in Ingolstadt bester Mann seines Teams, konnte aber die 1:3-Niederlage nicht verhindern. Der Krefelder Offensive fehlte es deutlich an Durchschlagskraft.

Ein Glückstreffer von Jeremy Bracco war für die Pinguine im sechsten Auswärtsspiel der Saison die magere Ausbeute und die Folge der 1:3-Niederlage beim ERC Ingolstadt.  Die Krefelder enttäuschten in der Offensive und blieben selbst bei ihren beiden Überzahlspielen zu harmlos. Alleine Torwart Nikita Quapp ist es zu verdanken, dass seine Mannschaft  bis zum Schluss im Spiel blieb. Der Youngster hielt 31 der 34 Panther-Schüsse. Bereits am Freitag bietet sich den Pinguinen die nächste Chance zu einem Auswärtssieg. Dann geht es zu den Artgenossen nach Bremerhaven.

Ohne Probleme waren die Pinguine am Montagabend an der Donau eingetroffen. Das Betreuer-Duo Menningen/Ullmann war mit dem Materialwagen gefahren. Am Spieltag gab es ein kurzes Pre-Game-Skating und um 16.30 Uhr eine Teambesprechung. Dazwischen blieben die Spieler fast alle im Hotel gegenüber der Eisarena, weil es aus einen wolkenverhangenen Himmel leicht regnete.

Bei den Pinguinen übernahm Alex Blank die Centerposition des verletzten Anton Berlyov. Da auch Niederberger fehlte, blieb nur noch Justin Volek aus der vierten Sturmreihe übrig. Im Tor stand wieder Nikita Quapp, der wie erwartet von bissigen Panthern unter Beschuss genommen wurde. Nach 113 Sekunden war ihm durch Jesper Jensen-Aabo und Defazio bei einem Distanzschuss von Quass die Sicht versperrt und kassierte das 0:1. Als die Gäste dann begannen, sich etwas zu befreien, ließ Quapp am kurzen Pfosten den Puck nach einem Schrägschuss von Simpson passieren (4.).

Höchst kurios fiel nach zehn Minuten der Krefelder Anschlusstreffer. Ein Distanzschuss von Jeremy Bracco von der rechten Seite wurde auf dem Weg zum Tor  abgefälscht. Torwart Rämös Versuch, den Puck aus der Luft zu fischen, scheiterte. Das Spielgerät prallte von seinem Helm vor sein Tor. Der herangestürmte Höfflins kickte den Puck mit dem Schlittschuh ins Tor (11.). Das Momentum sprang dadurch auf die Seite der Pinguine, die aber ihre erste Überzahl nicht nutzen konnten. Kurz vor der Pause musste Lucas Lessio auf die Strafbank, weil er Pietta mit einem hohen Stock leicht im Gesicht getroffen hatte. Bei einem Fehler von Simpson lief Niclas Lucenius alleine auf Rämö zu, verlor aber gegen seinen Landsmann das finnische Duell. Da hatten hinter dem Tor die 25 KEV-Fans der Franken-Pinguine und zwei Krefelder Familien auf der Tribüne den Torjubel auf den Lippen.

Gerade 23 Sekunden waren im zweiten Drittel bei einer Reststrafe für Lessio gespielt, da kam Aubry völlig frei zum Schuss und ließ Quapp keine Abwehrchance. Das nahm den Pinguinen den Rückenwind aus den letzten zehn Minuten des ersten Drittels. Aber auch die Panther geizten mit sehenswertem Eishockey. Sie hatten zwar mehr vom Spiel und schossen zehn Mal mehr aufs Tor als die Gäste, doch nur dreimal musste Quapp in höchster Not retten. Er und seine Vorderleute überstanden eine Strafe gegen Alex Weiß. Als der Center aufs Eis zurückkehrte, lief er in einen Pass von Arturs Kulda und alleine auf Rämö zu. Aber der Finne kam weit aus seinem Kasten und verkürzte beim Schuss des Krefelders geschickt den Winkel. Ansonsten hielten sich die Offensivaktionen der Schwarz-Gelben im zweiten Drittel in Grenzen.

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Zu Beginn des Schlussdrittels waren die Panther dem vierten Treffer näher als die Pinguine dem Anschlusstreffer. Aber dann hatten die Gäste in der 45. Minute die bis dahin größte Einschussmöglichkeit. Laurin Braun scheiterte im Slot am Torwart. Danach erweckten die Schwarz-Gelben nicht wirklich den Eindruck, das Blatt nochmal wenden zu können, obwohl sie noch eine Unterzahl überstanden. Hoffnung kam dann bei den wenigen KEV-Fans noch einmal auf, als ihre Mannschaft zum zweiten Mal an diesem Abend in Überzahl spielte. Doch es lief kaum was zusammen, so dass die Panther leichtes Spiel hatten, ihren Zweitore-Vorsprung zu verteidigen. Obwohl 90 Sekunden vor dem Ende die Möglichkeit bestand, Torwart Quapp vom Eis zu nehmen, ließ ihn Trainer Igor Zakharkin auf dem Eis. So blieb es bei der vierten Auswärtsniederlage der Saison.