Düsseldorfer EG gewinnt Testspiel beim SC Rapperswil

Testspiel in Rapperswil : DEG gewinnt in der Verlängerung

Nach 64:29 Minuten entscheidet ein Treffer von John Henrion das Testspiel beim SC Rapperswil in der Schweiz zum 2:1-Erfolg der Eishockey-Profis. Am Samstag steigt die nächste Partie beim EHC Kloten.

Lange stand die Tormaschine der Düsseldorfer EG still – dann erlöste Calle Ridderwall die Rot-Gelben. Kurz vor dem Ende des Testspiels bei den SC Rapperswil-Jona Lakers (Schweiz) erzielte der Schwede den Ausgleich zum 1:1. Am Ende siegte das Eishockeyteam von DEG-Cheftrainer Harold Kreis mit 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1) nach Verlängerung. John Henrion sorgte in einer ruppigen Begegnung für die Entscheidung.

An der Bande der Schweizer, die erst am Dienstag ein Testspiel gegen Wolfsburg (1:3) verloren hatten, stehen zwei in Düsseldorf bestens bekannte Gesichter: Ex-DEG-Spieler Marian Bazany assistiert seit dieser Saison Ex-DEG-Trainer Jeff Tomlinson, der schon seit einigen Jahren erfolgreich am Zürichsee arbeitet. Gemeinsam sollen die beiden die Lakers nach Pokalsieg und dem Aufstieg 2018 langfristig in der ersten Schweizer Liga halten.

Entsprechend fokussiert gingen die Gastgeber in das Testspiel, so dass zunächst der starke DEG-Torwart Mathias Niederberger sein Können zeigen musste. Erst einige Minuten später setzten seine Mitspieler den Gegner selbst mal unter Druck. Nach insgesamt ausgeglichenen 20 Minuten stand es 0:0. Auch, weil auf beiden Seiten je zwei Überzahlspiele ungenutzt blieben. Auffällig dabei war, dass die Rheinländer etwas mehr Zug zum Tor zeigten als noch beim Dolomiten Cup am vorigen Wochenende in Südtirol.

Dort hatten sich Patrick Köppchen (Schulterverletzung, drei Wochen Pause) und Jerome Flaake (Mittelfußbruch, vier bis sechs Wochen) verletzt. Auch Torhüter Fredrik Pettersson Wentzel (nach Verletzung noch nicht wieder auf dem Eis) und Stürmer Jaedon Descheneau (trainiert wieder auf dem Eis) reisten erst gar nicht mit in die Schweiz. Johannes Huß saß dagegen mit ihm Flieger, musste aber wegen Krankheit kurzfristig passen.

Im Mitteldrittel folgte dann die beste Phase des Spiels: Nach einem Pfostentreffer der Hausherren beendete Marco Nowak den folgenden Bauerntrick stark auf der Torlinie. Danach spielte die DEG ein fünfminütiges Powerplay – der ehemalige Krefelder Martin Nees musste nach einem Kniecheck gegen Christian Kretschmann vom Eis. Zwei Sekunden vor dem Ende des langen Powerplays erzielte Alexander Barta vermeintlich das langersehnte DEG-Tor. Doch die Schiedsrichter gaben den Treffer nicht, und so blieb die Partie auch zur zweiten Pause torlos, obwohl sie deutlich an Fahrt gewonnen hatte.

Anfang des letzten Drittels erzielte dann Roman Schlagenhauf die Führung für die Gastgeber, ehe Ridderwall die Durststrecke von mehr als 150 torlosen Minuten beendete. „Ich bin froh, dass die Jungs aus den Chancen noch Kapital schlagen konnten“, resümierte Manager Niki Mondt erleichtert.

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