Kooperation zwischen der Düsseldorfer EG und der Hulda-Pankok-Gesamtschule

Partnerschaft: DEG und Hulda-Pankok-Gesamtschule kooperieren für den Eishockey-Nachwuchs

Die DEG und die Hulda-Pankok-Gesamtschule haben ein Konzept entwickelt, um Talente optimal fördern zu können.

Seit dem Sommer 2008 kooperieren die Düsseldorfer EG und die Hulda-Pankok-Gesamtschule (HPG), damit junge Eishockey-Talente Schule und Karriere vereinbaren können. „Zuerst kommt die Schule und dann der Sport“, zeigt Georg Holzmann, der DEG-Juniorentrainer, dabei jedoch die klaren Prioritäten auf.

Wie die Kooperation im Alltag ausschaut, erläutert der Nachwuchs-Verteidiger Fabian Ribnitzky: „Einmal wöchentlich haben wir ein Frühtraining von sieben bis acht Uhr und werden dafür von der ersten Schulstunde befreit. Bei Auswärtsspielen am Sonntag werden wir montags auch die ersten beiden Stunden freigestellt.“ Es wird auf die individuellen Bedürfnisse der jungen Sportler Rücksicht genommen, ohne dass dabei jedoch die Ausbildung vernachlässigt wird.

Hendrik Hane, Torhüter-Talent der DEG und auch bereits dem DEL-Kader zugehörig, stand beispielsweise im April im deutschen Aufgebot für die  U18-WM in Riga. „Wir bekommen in solchen Fällen Nachschreibetermine zugeteilt, wenn Klausuren anstehen.“ Etwas stressfreier werde es nach dem Ende der Eishockey-Saison: „Dann kann man auch mal etwas mehr für die Schule machen.“ Hane und Ribnitzky werden im kommenden Jahr ihr Fachabitur absolvieren. Sie sind aktuell zwei von 14 Spielern im Rahmen des Projektes. Die auswärtigen Spieler sind dabei in einem Internat in Kaiserswerth untergebracht.

Der Projektkoordinator der HPG ist der Diplom-Sozialpädagoge Alen Hrsto. Er steht den Spielern nicht nur als Pädagoge, sondern auch als Berater zur Seite: „Ich helfe bei schulischen, sportlichen und privaten Fragen“, erklärt Hrsto, der wiederum auch mit dem Jugendcoach Holzmann in einem permanenten Austausch steht. Hrsto: „Durch die individuelle und intensive Betreuung und die gute Koordination aller Beteiligten gelingt es den Nachwuchssportlern, ihr enormes Trainingspensum mit der Anforderung der Schule in Einklang zu bringen.“ Hrsto betonte zugleich, dass ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Personen der HPG, der DEG und der Stadt Düsseldorf ein solches Projekt nicht möglich wäre.

Man strebe an, jedes Jahr einige Spieler mehr in diesem Projekt unterzubringen, betont der Jugendtrainer Holzmann. Der 57-Jährige Eishockey-Routinier führt weiter aus: „Pro Jahr schaffen immer etwa zwei, drei Spieler den Sprung in den Profibereich. Das muss nicht immer der eigene Verein sein, aber das spielt auch keine übergeordnete Rolle, denn es geht um die Ausbildung als solche.“

So gelang jüngst etwa Julian Lautenschlager der Sprung über die Moskitos Essen zu den Iserlohn Roosters. Zuvor schafften bei der DEG selbst beispielsweise Mathias Niederberger, Leon Niederberger und Manuel Strodel den Sprung in den DEL-Kader oder extern auch Fabio Pfohl (Wolfsburg/jetzt Kölner Haie).

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