Düsseldorfer EG: Erster Härtetest beim Dolomitencup

Turnier um den Dolomiten-Cup : DEG fährt zum ersten Härtetest der Saison nach Südtirol

Beim Eishockey-Turnier um den Dolomiten-Cup treffen die Eishockeyspieler der Düsseldorfer EG am Samstag auf das Ex-Team von Trainer Harold Kreis, den EV Zug.

Harold Kreis und Tobias Abstreiter sind bestens gelaunt. Selbstverständlich ist das nicht, denn Eishockey-Training bei 30 Grad Celsius ist nicht das reine Vergnügen – auch für das Trainerteam der DEG nicht. Als stimmungshebend erweist sich in diesen Tagen jedoch, dass die beiden sehr zufrieden mit den ersten Übungseinheiten auf dem Eis sind. „Unsere Eindrücke vom Team sind sehr positiv“, berichtet Abstreiter. „Am Mittwoch hatten wir kurz den Eindruck, die Jungs würden die Zügel womöglich etwas schleifen lassen, aber am Donnerstag ging es gleich wieder voll zur Sache.“

Das muss es auch, denn Chefcoach Kreis möchte in der am 14. September beginnenden DEL-Saison ein Team an den Start bringen, das vor allem durch Tempo überzeugt. „Deshalb haben wir in den vergangenen Tagen viel an der Schnelligkeit gearbeitet“, erklärt er. „Damit meine ich weniger die Schnelligkeit jedes Einzelnen, denn da kann man mit dreißig Jahren nicht mehr viel zulegen. Beim Tempo des Mannschaftsspiels schon.“

Nicht zuletzt deshalb kommt für den 59-Jährigen die Reise zum Dolomiten-Cup nach Südtirol genau zum richtigen Zeitpunkt. „Es passt prima, dass wir gleich zum Turnierauftakt am Samstagabend auf eine sehr schnelle Mannschaft treffen“, meint Kreis, der es wissen muss: Bis zum Ende der vergangenen Saison war er selbst Trainer des schweizerischen Erstligisten EV Zug. Sollte die DEG gewinnen und damit das Finale erreichen, träfe sie tags darauf ebenfalls um 20 Uhr auf den Sieger der Partie Augsburger Panther gegen den HC Bozen, im Falle einer Niederlage bereits um 16 Uhr auf den Verlierer.

„Je höher die Qualität der Gegner ist, desto besser“, betont der sportliche Leiter Niki Mondt – ein beträchtlicher Unterschied zum Fußball, wo in der Vorbereitung immer wieder ein Match gegen einen unterklassigen Gegner eingestreut wird. „Das würde bei uns die Gefahr bergen, dass man sich dem Tempo des schwächeren Kontrahenten anpasst und den Rhythmus verliert“, erklärt Co-Trainer Abstreiter.

Bis auf Torhüter Fredrik Pettersson Wentzel (Adduktorenreizung) macht der komplette Kader die Bustour ins italienische Neumarkt mit. Als Ersatz für den Schweden plant Mondt die kurzfristige Leihe des Essener Keepers Patrick Cerveny (21), der beim 0:4 gegen die DEG ein starkes Spiel machte. Kreis: „In dieser Phase der Vorbereitung wäre es für Mathias Niederberger nicht gut, an zwei Tagen in Folge im Tor zu stehen.“

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