Eishockey: Düsseldorfer EG verliert beim Dolomiten Cup gegen EV Zug

Niederlage beim Dolomiten Cup : DEG verlangt dem EV Zug alles ab

Gut gekämpft, aber knapp verloren: Die Düsseldorfer EG spielt nach einer 1:2-Niederlage gegen den Schweizer Erstligisten EV Zug um den dritten Platz des Dolomiten Cups, einem renommierten Eishockey-Vorbereitungsturnier in Südtirol.

Gegner wird am Sonntag (16 Uhr) der HC Bozen sein. Die Zuger treffen als Titelverteidiger im Finale wie im Vorjahr auf den Augsburger EV, der sich im Halbfinale mit 3:0 gegen Bozen durchgesetzt hatte.

Gegen die Schweizer fanden die Rot-Gelben Düsseldorfer am Samstagabend vor 860 Zuschauern in der Eishalle in Neumarkt direkt ins Spiel und gingen durch John Henrion in der vierten Minute in Führung. Die Vorarbeit leistete Rückkehrer Ken Andre Olimb, der wie in seinen alten DEG-Zeiten erst den Puck hinter dem Tor stark behauptete, ehe er ihn gefährlich vor das Tor brachte. Eine Spielszene, die in der kommenden Saison so oder so ähnlich wohl häufiger zu sehen sein wird.

Mit der frühen Führung im Rücken blieben die Düsseldorfer auch in der Folge im Vorwärtsgang. DEG-Coach Harold Kreis ließ sein Team gegen seinen Ex-Klub früh angreifen und den Gegner noch in deren Drittel unter Druck setzen. Dennoch zeigte der EVZ nach und nach seine Klasse – die erste Schweizer Liga wird allgemein stärker eingeschätzt als die Deutsche Eishockey Liga – und fand zunehmend ins Spiel. Besonders Top-Torschütze Viktor Stålberg ließ seine individuelle Stärke aufblitzen. Beim Ausgleich nach zehn Minuten ließ er erst die DEG-Defensive stehen und dann Torhüter Mathias Niederberger keine Chance.

Bitter für die Düsseldorfer zudem, dass sie das leistungsgerechte Remis nicht in die Pause brachten. Sekunden vor dem Drittelende gingen die Schweizer in Führung. Aus spitzem Winkel traf mit Carl Klingenberg ein weiterer schwedischer Nationalstürmer – es sollte das entscheidende Tor des Abends sein.

enn trotz einiger guter Chancen und Überzahlspielen auf beiden Seiten blieb es beim 1:2. Die besten Chancen aus Sicht der Düsseldorfer vergaben im Schlussabschnitt Olimb, der das Lattenkreuz traf und nach der Begegnung zum besten DEG-Spieler gewählt wurde, und Henrion, dessen Schuss am Außenpfosten landete.

So blieb die Partie, die im Mitteldrittel lange Zeit recht zerfahren war und im Schlussabschnitt nochmal an Qualität gewann, bis zur Schlusssirene spannend. Ein Ausgleich wäre bis zuletzt möglich und aufgrund der engagierten Leistung der Rot-Gelben auch verdient gewesen.

Entsprechend positiv fiel das Fazit von Trainer Kreis aus: „Die Mannschaft hat mehr ins Spiel investiert und hätte es verdient gehabt, zu gewinnen. Beim ersten Gegentor machen wir einen Wechselfehler, beim zweiten bekommen wir die Scheibe nicht aus dem Drittel. Aber insgesamt haben wir uns über 60 Minuten die besseren Chancen erarbeitet.“

Gegen Bozen wird der Coach nun den Torhüter wechseln und den Essener Patrik Cerveny für Niederberger bringen. Der 21-Jährige ist mit nach Neumarkt gereist, da die anderen DEG-Torhüter am Rhein geblieben sind: Frederik Petterson Wentzel ist angeschlagen und Youngster Hendrik Hane für das DNL-Team im Einsatz.

DEG: M.Niederberger (Cerveny) – Ebner, Mckiernan; Köppchen, Piccard; Marshall, Nowak, Huß – Flaake, Olimb, Henrion; Gogulla, Barta, Ridderwall; L.Niederberger, Buzas, Pimm; Laub, Kretschmann, Strodel; Reiter.

Tore: 0:1 (3:02) Henrion (Olimb), 1:1 (9:56) Stalberg (Alatalo), 2:1 (19:47) Klingberg (Suri).

Strafen: Zug 6, DEG 4.

Schiedsrichter: Marco Mori/Samuel Virta Turo.

Zuschauer: 860.