Turnier um den Dolomiten-Cup : DEG bleibt in Südtirol ohne Sieg

Dem Eishockey-Erstligisten gelingt beim Dolomiten-Cup nur ein Tor gegen den EV Zug und den HC Bozen. Das ist deutlich zu wenig und führt zwangsläufig auf den letzten Platz.

Zwei Niederlagen waren einfach zu viel. Deshalb blieb für die Düsseldorfer EG beim Dolomiten-Cup, einem renommierten Eishockey-Turnier in Südtirol, nur der letzte Platz. Während die Rot-Gelben in der Eishalle in Neumarkt gegen den EV Zug am Samstag beim 1:2 (1:2, 0:0, 0:0) nur knapp und durchaus unverdient verloren hatten, scheiterten sie am Sonntag beim 0:2 (0:0, 0:2, 0:0) gegen den HC Bozen vor allem am eigenen Unvermögen. Die Rheinländer trafen in zwei druckvollen Dritteln nicht ins Tor und verschliefen den mittleren Spielabschnitt komplett.

Gegen Bozen, den aktuellen Meister der multinationalen ersten Liga Österreichs, begann die DEG auffällig forsch. So ließen die Rot-Gelben ihrem Gegner zunächst nur wenig Raum. Die Folge waren einige kleinere Chancen, von denen aber keine genutzt wurde. Nach der ersten Drangphase der Düsseldorfer befreiten sich die Italiener dann, sodass sich Patrik Cerveny, die Essener Leihgabe im DEG-Tor, auszeichnen konnte. Der 21-Jährige war mit nach Neumarkt gereist, da zwei etatmäßige Goalies am Rhein geblieben waren: Fredrik Pettersson Wentzel ist angeschlagen und Youngster Hendrik Hane war am Wochenende für das DNL-Team im Einsatz. Mathias Niederberger sollte nach der Partie am Samstag eine Pause bekommen.

Neben den ebenfalls nicht mitgereisten Jaedon Descheneau (wird nach Verletzung noch geschont) und Nicklas Mannes (spielt in Bad Nauheim) fehlte am Sonntag zudem Patrick Köppchen, der sich im ersten Turnierspiel eine Verletzung zugezogen hatte. Ansonsten vertraute Trainer Harold Kreis den gleichen Reihen wie am Vorabend, als die Düsseldorfer gegen den Schweizer Erstligisten durchaus überzeugt hatten, auch wenn am Ende das Resultat gegen den EV Zug eben nicht passte.

„Die Mannschaft hat mehr ins Spiel investiert und hätte es verdient gehabt, zu gewinnen“, hatte Coach Kreis resümiert. Wie am Sonntag, waren vor allem die ersten Minuten bemerkenswert, in denen die Rot-Gelben durch John Henrion in Führung gingen. Ken-André Olimb hatte die Scheibe in gewohnter Manier hinter dem Tor behauptet und dann davor gebracht – eine Szene, wie sie in der Saison wohl häufiger zu sehen sein wird.

Im letzten Drittel des ersten Spiels hatte der Norweger bei einem Schuss dann ebenso Pech wie Henrion. Beide trafen nur Latte oder Außenpfosten. Und so blieb es bei der knappen Niederlage. Trotz engagierter Leistung wartete am Sonntag also nur das „kleine Finale“.

Und in diesem verloren die Düsseldorfer im zweiten Spielabschnitt beim Stand von 0:0 vorübergehend völlig den Faden. Ein Doppelschlag mit zwei sehenswerten Treffern bedeutete eine verdiente 2:0-Führung für den HC Bozen, der nahezu das komplette Mitteldrittel dominierte. Dennoch hätte die DEG auch diese Partie nicht verlieren müssen. Denn im Schlussabschnitt erhöhten die Rheinländer wieder den Druck und hatten – auch begünstigt durch drei weitere Überzahlspiele – zahlreiche gute Chancen. Doch der Puck wollte einfach nicht am sehr starken Torhüter Jacob Smith vorbei. Dafür, dass der DEG am gesamten Wochenende kein Powerplaytreffer und insgesamt nur ein Tor gelangen, darf dies freilich keine Ausrede sein.

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