Düsseldorf: Rheinbahn wirbt für die Europa-Wahl

Europawahl im Mai : Die Rheinbahn fährt jetzt für Europa

Eine blaue Straßenbahn wirbt in Düsseldorf jetzt für die Beteiligung an den Europa-Wahlen.

Die Rheinbahn hat jetzt eine Europa-Bahn, obwohl Busse und Bahnen nach wie vor maximal bis Duisburg oder Krefeld fahren. Mit der Europabahn will das Verkehrsunternehmen auf die Europawahl am 26. Mai aufmerksam. „Europa bedeutet Freiheit, Wohlstand und keine Kriege für Millionen Menschen. Europa ist für mich aber kein Selbstläufer, sondern braucht unsere Unterstützung – gerade heute. Jeder Einzelne ist gefragt“, erklärt der Rheinbahn-Vorsitzende Klaus Klar.

Nicht nur sein Blick wendete sich zuletzt häufig auf die britischen Insel und auf den angekündigten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU), den sogenannten Brexit. Der Brexit war auch das Top-Gesprächsthema bei der ersten öffentlichen Präsentation der Europa-Bahn. „Der Brexit erfüllt uns alle mit Sorgen. Aber es gibt auch noch ein paar andere Baustellen in der EU. So haben Polen und Ungarn Probleme rechtsstaatliche Prinzipien einzuhalten“, meint Petra Kammerevert, Mitglied im europäischen Parlament. „Ich nehme die Botschaft der Rheinbahn aus Düsseldorf mit ins Parlament. Es ist ein Beispiel, wie sich Unternehmen und Städte engagieren und so demonstrieren, wie wichtig Europa ist.“

Das war bei den letzten Europawahlen noch nicht in allen Köpfen der EU-Bürger angekommen. 2014 gingen lediglich 42,6 Prozent der wahlberechtigten Europäer an die Wahlurnen. „Vielen sind die Errungenschaften Europas selbstverständlich geworden, wie Reisefreiheit, Güterverkehr, der Euro und das wir von Freunden umgeben sind“, erläutert Oberbürgermeister Thomas Geisel. „Aber die Generation meiner Eltern hat für all das kämpfen müssen.“

Die EU ist auch das wohl erfolgreichste Friedensprojekt auf dem alten Kontinent. „Über Jahrhunderte hinweg gab es den Erz- und Erbfeind Frankreich. Heute sind die beiden Länder beste Freunde“, so Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. Diese Errungenschaften sollen bei der Europawahl 2019 durch die „Volksbefragung“ bestätigt werden. Deshalb fordern u.a. auch die Landtagsabgeordneten Angela Erwin, Rainer Matheisen und Marco Schmitz, Ratsherr Martin Volkenrath, Karnevalist Josef Hinkel, Synodalassessor Martin Fricke und auch Satirekünstler Jacques Tilly die Düsseldorfer auf: Geht am 29. Mai wählen.

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