1. Panorama
  2. Coronavirus

Soziale Netzwerke: RKI, Drosten und Lauterbach am häufigsten angefeindet

Social-Media-Posts von Impfgegnern : Drosten, Lauterbach und RKI werden am häufigsten angefeindet

Das Robert-Koch-Institut, Virologe Christian Drosten und SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach werden einem Bericht zufolge in sozialen Netzwerken am häufigsten von Impfgegnern angefeindet. Lauterbach sieht darin eine Gefahr, die über seine Person hinausgehe.

Das gehe aus einer Studie des Deutschland-Ablegers des Londoner Thinktanks Institute für Strategic Dialogue hervor, berichtete das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Ausgewertet wurden 400.000 Posts der impfskeptischen Szenen in sozialen Netzwerkern.

Lauterbach bestätigte massive Anfeindungen: „Ich spüre das jeden Tag in den sozialen Medien - in Drohpost, Briefen und in Aufrufen zu Gewalt, die ich auch regelmäßig zur Anzeige bringe“, sagte er den Zeitungen. Er sehe in den Anfeindungen auch eine Gefahr, die über seine Person hinausgehe. „Menschen wie mich gefährdet das direkt, etwa wenn im Netz zu Gewalt gegen mich aufgerufen wird. Bürgerinnen und Bürger werden verwirrt, zögern mit der Impfung und werden möglicherweise schwer krank. Und das dritte Problem ist, dass wichtige Wissenschaftler und Politiker, die schon einmal angefeindet und diskreditiert wurden, sich aus dem öffentlichen Diskurs zurückziehen“, sagte Lauterbach. Er warnte davor, die Impfgegner im Netz zu bagatellisieren.

Nach Lauterbach stehen auf der Liste der am meisten im Zusammenhang mit Corona-Impfungen angefeindeten Personen und Organisationen die Weltgesundheitsorganisation WHO und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dann folgen RKI-Präsident Lothar Wieler, Virologe Hendrik Streeck, das Paul-Ehrlich-Institut, die Virologin Melanie Brinkmann und der US-Virologe Anthony Fauci.

(ahar/epd)