Neun neue Spielerinnen für die Regionalliga-Frauen des SV Budberg

Am 9. August testet der SVB gegen einen Bundesligisten : Budberg in der Breite besser aufgestellt

Mit neun neuen Spielerinnen geht der SVB in die Regionalliga-Saison. Klaus Donner stößt zum Trainer-Team dazu.

Das wird keine leichte Zeit für den Trainer werden. „Ich hab‘s nämlich nicht so mit den Namen“, verrät Jürgen Raab. Gleich neun neue Spielerin durfte der Coach der Fußballerinnen des SV Budberg bei den ersten Trainingseinheiten vor der anstehenden Regionalliga-Saison auf dem Kunstrasen des heimischen Sportparks begrüßen. Ehe alle Namen sitzen, wird’s also dauern.

Nun weiß Raab aber auch, dass seine Mühe nicht umsonst sein sollte. Für den Trainer gilt es, sich mit seiner Mannschaft im zweiten Jahr nach dem Aufstieg im Feld der Regionalligisten zu etablieren. Die erste Spielzeit endete mit dem sechsten Tabellenrang, sah eine starke erste Saisonhälfte und eine zweite mit Höhen und Tiefen. „Vor der Saison war das eigentlich eine ,mission impossible‘“ erinnert sich Raab. „Die Mannschaft hat aber bewiesen, dass sie mit ihrem Zusammenhalt auch die verletzungsbedingten Ausfälle im Team ausgleichen kann und ist dabei oft an ihre Leistungsgrenze heran gegangen.“

Dass der Coach in einigen Partien mitunter nur eine Ersatzspielerin auf der Bank hatte, dürfte den Entschluss, sich nun breiter aufzustellen, allerdings auch nicht behindert haben. „Es wird in der neuen Saison bestimmt nicht leichter werden, aber wir wissen jetzt, dass wir in der Liga mithalten können“, lässt Raab einen vorsichtigen Optimismus erkennen. „Die Mannschaften aus Bocholt und Bochum werden vermutlich vorne spielen, dahinter allerdings ist die Regionalliga sehr ausgeglichen besetzt. Auf diesem Niveau kann jeder jeden schlagen, und für uns wird es darum gehen, die 40 Punkte der letzten Saison zu bestätigen.“

Personell wurde für dieses Ziel gleich an mehreren Baustellen gearbeitet. Neben Co-Trainerin Nele Pacinsky und dem für die Torhüterinnen zuständigen, inzwischen auch schon 15 Jahre für den SVB tätigen Chris Donaubauer wird der Trainerstab mit Klaus Donner erweitert, der Raab künftig an der Linie ebenfalls zur Seite stehen soll. Gute Nachrichten kommen derweil aus dem Reha-Quartier: Während sich die Rückkehr der Kreuzband-Verletzten Claudia vom Eyser und Frauke Fleischer in der Rückrunde abzeichnet, werden sich die in der Abwehr schmerzlich vermisste Alice Hellfeier und Stürmerin Laura Montenbruck in den kommenden Wochen bereits wieder an die Mannschaft heran arbeiten.

„Wir werden dann in der Breite wieder besser aufgestellt sein und in der Offensive mit der Rückkehr von Laura eine weitere Option haben“, freut sich Raab über die guten Nachrichten, denn „wir haben in der letzten Saison auch gelernt, dass wir kompakter auf dem Platz stehen müssen. Wir hatten Spiele dabei nach dem Motto ,hoch und weit‘, in denen von Spielaufbau herzlich wenig zu sehen war und die Abstände zwischen dem Mittelfeld und der Sturmspitze zu groß waren. Und das hat mich ziemlich genervt“, gibt er zu.

Mit Abwehrspielerin Anna Katharina Dahmen sowie Elona Sadiku und Jülide Mirvan für das Mittelfeld stößt ein Trio zum SVB, das in der vergangenen Saison noch zum Stammpersonal des Niederrheinligisten MSV Duisburg II zählte. Sadiat Babatunde durfte mit dem 1. FFC Recklinghausen den Sprung von der Westfalen- in die Regionalliga feiern. Da die Mittelfeldspielerin aber in Rheinberg zu Hause ist, wird sie ihre letztjährigen Mitspielerinnen demnächst im Budberger Dress wiedersehen.

Mit der polnischen U18-Nationalspielerin Weronika Rekus, die von Borussia Bocholt kommt, und der früheren Moerserin Celine Vaupel, die zuletzt für die B-Juniorinnen der SGS Essen auflief, stehen zwei junge Talente auf dem Sprung. Trainer Raab wird zudem Charlyne Silvente Perez und Lisa Geiling (beide vom GSV Moers II) sowie Henrike Beitz aus der eigenen Reserve die Chance bieten, sich auf Regionalliga-Niveau zu präsentieren.

Das Budberger Trainingsteam wird die Spielerinnen in der Vorbereitung viermal pro Woche auf den Platz oder zu Laufeinheiten in den Wald bitten. Sechs Testspiele wurden vereinbart, Höhepunkt dabei ist die Partie gegen den Bundesligisten MSV Duisburg, der am 9. August in Budberg gastiert. Den Saisonauftakt am 25. August bestreitet der SVB beim ehemaligen Erstligisten Herforder SV. Und bis dahin wird der Trainer auch die Namen aller Spielerinnen parat haben.

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