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Trainer Marcel Kempkes möchte den TSV Weeze zum Klassenerhalt führen

Fußball-Bezirksliga : „TSV Weeze gehört in die Bezirksliga“

Der neue Trainer des Tabellenvorletzten nimmt die „Mission Klassenerhalt“ zuversichtlich in Angriff. In der Vorbereitung hat die Mannschaft unter anderen an der nötigen Fitness gearbeitet.

Der TSV Weeze hat bislang einen denkwürdigen Saisonverlauf in der Fußball-Bezirksliga hinter sich. Sebastian Steinhauer, der im Sommer den langjährigen Coach Marcel Zalewski abgelöst hatte, startete mit drei Siegen und grüßte mit seiner Mannschaft von der Tabellenspitze. Sieben Niederlagen in Folge später musste er bereits wieder gehen. Unter Regie von Teammanager Martin van Hall, der kurzfristig in die Bresche sprang, gab es zwei weitere Niederlagen und ein respektables 2:2 gegen den Titelaspiranten SV Budberg. Ab sofort soll Marcel Kempkes den Vorletzten vor dem Abstieg in die Kreisliga A bewahren. Eine heikle Mission, da sich am Ende gleich vier Mannschaften aus der 15er Gruppe verabschieden müssen. Der neue Trainer ist 34 Jahre jung, bringt aber jede Menge Erfahrung mit.

Jugend-Trainer, Konditions- und Torwart-Trainer, Co-Trainer einer ambitionierten Frauen-Mannschaft und zuletzt in der abgebrochenen Corona-Saison Trainer des A-Ligisten Kevelaerer SV. Hört sich so an, als hätten Sie in Ihrer noch jungen Laufbahn bereits alles gemacht und erlebt.

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Marcel Kempkes Das hat sich irgendwie so ergeben. Mit 20 Jahren habe ich meine Ausbildung zum Sport-Fachwirt an der Akademie des Landessportbundes Thüringen gestartet. Dort habe ich auch meine ersten Trainer-Lizenzen im Fußballbereich erworben und anschließend einige Jugendmannschaften sowie die zweite Mannschaft bei meinem Heimatverein Kevelaerer SV trainiert. Später habe ich dann den damaligen KSV-Coach Ferhat Ökce unterstützt, mich um die Fitness der Spieler und um die Torhüter gekümmert. Dann war ich auch noch eineinhalb Jahre an der Seite von Sandro Scuderi beim Frauen-Regionalligisten VfR Warbeyen tätig.

Und jetzt ein Engagement bei einem Bezirksligisten, der in den vergangenen zehn Meisterschaftsspielen gerade einmal einen Punkt gesammelt hat und mitten im Abstiegskampf steckt. Klingt nach verdammt kaltem Wasser.

Kempkes Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Und ich habe dem TSV Weeze nur deshalb meine Zusage gegeben, weil ich mir sicher bin, dass wir hier gemeinsam unsere sportlichen Ziele erreichen können.

Wann gab es den ersten Kontakt zum neuen Verein?

Kempkes Das erste Mal in dieser Saison habe ich mir den TSV Weeze Ende September angeschaut, weil ich damals einfach nur mit einem Freund ein Spiel besuchen wollte. Das war beim 1:4 gegen den TuS Xanten. Damals habe ich nur gedacht, dass auf die Mannschaft noch viel Arbeit wartet. Im November hat mich dann der Weezer Fußball-Abteilungsleiter Andreas Ingenbleek angesprochen.

Was hat für Sie den Ausschlag gegeben, die „Mission Klassenerhalt“ in Angriff zu nehmen?

Kempkes Nach den ersten Gesprächen habe ich die Spiele gegen den SV Budberg und Viktoria Goch besucht. Da hat jeder Zuschauer sehen können, dass die Mannschaft lebt. Sie bringt das Potenzial für einen Mittelfeldplatz mit. Ich bin davon überzeugt, dass der TSV Weeze in die Bezirksliga gehört und möchte meinen Teil dazu beitragen.

Kennen Sie inzwischen die Hauptursache dafür, weshalb die Mannschaft nach zehn sieglosen Spielen in Folge auf einem Abstiegsplatz gelandet ist?

Kempkes Ein Hauptproblem war sicherlich die mangelnde Fitness. Die Mannschaft war einfach nicht in der Lage, 90 Minuten lang Tempo zu gehen. Das hat sicherlich auch seinen Teil dazu beigetragen, dass immer wieder Spieler wegen muskulärer Verletzungen ausgefallen sind. Aber dieses Problem haben wir bereits in Angriff genommen.

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass der TSV Weeze nach 28 Spielen wenigstens Platz elf belegt und damit auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga mitmischt?

Kempkes Ich habe mich der Mannschaft kurz vor Weihnachten vorgestellt und hatte für jeden Spieler einen Fitnessplan mitgebracht. Vorher hatte ich mir noch meine Gedanken gemacht, ob das wohl bei den Jungs gut ankommt. Aber die Reaktion war ausgesprochen positiv, seitdem haben alle an einem Strang gezogen. Und deshalb weiß ich, dass wir den Abstieg verhindern können.