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Bahnübergang in Xanten-Birten: CDU drängt auf Schranke

Reaktion auf zwei Unfälle : CDU drängt auf Schranke für Bahnübergang in Birten

Die Christdemokraten des Xantener Ortsteils fordern von der Stadt und der Bahn eine Erklärung dafür, warum in der Sache noch nichts passiert ist.

Die CDU im Xantener Ortsteil Birten drängt auf eine Lösung für den unbeschrankten Bahnübergang an der Römerstraße. „Wir fürchten, dass die Schutzengel aufgebraucht sind, und wünschen uns im Sinne aller Beteiligten eine schnelle Lösung“, schreiben die Christdemokraten in einem offenen Brief an die Xantener Stadtverwaltung und den Vorstand der Deutschen Bahn. Der Anlass sind zwei Unfälle an dem Bahnübergang innerhalb von wenigen Wochen. Im November waren dort zwei Autos mit Zügen zusammengestoßen. Zwar wurde niemand verletzt. Aber bei einem Unfall im Mai 2017 an dieser Stelle war ein Mann gestorben.

Xantens Rat hatte daraufhin im März 2018 beschlossen, dass der Bahnübergang durch eine Schranke gesichert werden solle. Daran erinnert Thomas Janßen, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Birten. Laut dem Eisenbahnkreuzungsgesetz müssten die Stadt, der Bund und die Deutsche Bahn die Kosten von geschätzt 1,5 Millionen Euro unter sich aufteilen. Nach Angaben der Verwaltung stocken allerdings die Gespräche, weil die Ansprechpartner bei der Bahn häufiger gewechselt hätten. Das Unternehmen wiederum teilte mit, dass es der Stadt empfohlen habe, ein Planungsbüro zu beauftragen, aber aus Xanten keine Antwort erhalten habe. Beide Seiten kündigen an, das Gespräch zu suchen. Die Situation erscheine undurchsichtig, schreibt Janßen in dem Brief. Deshalb dränge die CDU darauf, den Schriftverkehr zwischen Verwaltung und Bahn offenzulegen, „um die Situation auch für die politisch verantwortlichen Gremien und Bürger darzustellen“.

(wer)