Nach Zugunfall: Deutsche Bahn will mit Xanten über Schranke in Birten sprechen

Nach Unfall mit Zug : Bahn will mit Stadt über Schranke in Birten sprechen

An dem unbeschrankten Bahnübergang kam es schon häufiger zu Zusammenstößen von Autos und Zügen.

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, das Gespräch mit der Stadt Xanten zu suchen, um eine Lösung für den Bahnübergang in Birten zu finden. Das teilte ein Sprecher des Unternehmens auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Hintergrund ist der Unfall Mitte November, als ein Zug und ein Auto an der Stelle zusammenstießen. Es wurde zwar niemand verletzt, aber es hatte dort schon vorher Unfälle gegeben.

Der unbeschrankte Bahnübergang im Xantener Ortsteil entspreche den allgemein gültigen und einschlägigen Richtlinien, teilte der Firmensprecher weiter mit. Dennoch beschäftigten sich beide Seiten seit Jahren mit möglichen Veränderungen. Anfang des Jahres habe es den letzten gemeinsamen Termin in dieser Sache gegeben. Dabei habe die Stadt deutlich gemacht, dass der Bahnübergang für den Straßenverkehr frei bleiben solle. „Somit verbleibt die Sicherung mittels Schrankenanlage als einzige Möglichkeit.“ Dafür müsse aber die Verkehrsführung angepasst werden. Deshalb habe die Bahn empfohlen, ein fachlich geeignetes Planungsbüro zu beauftragen. „Hierauf haben wir keine weitere Rückmeldung durch die Stadt erhalten, werden aber in Kürze noch einmal auf die Stadt zugehen und unsere Unterstützung anbieten.“

Der Rat der Stadt Xanten hatte sich 2018 für eine Schranke ausgesprochen. Die Verwaltung sollte dazu das Gespräch mit der Bahn suchen. Im Unternehmen hätten seitdem die Ansprechpartner mehrmals gewechselt, teilte die Verwaltung nach dem Unfall mit. Bürgermeister Thomas Görtz kündigte an, dass er auf eine Lösung drängen werde. Auf der Strecke fährt die Nordwestbahn, aber die Gleise gehören der Bahn. An den Kosten einer Schranke müsste sich die Stadt wahrscheinlich beteiligen.

(wer)