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Grüne und „Für Willich“ mit gemeinsamer Liste für den Stadtrat

Kommunalwahl 2020 : Grüne und „Für Willich“ mit gemeinsamer Liste

Nachdem die Fraktionen von CDU, SPD und FDP im Willicher Stadtrat angekündigt haben, bei der konstituierenden Sitzung des Rates am 10. November eine gemeinsame Liste zur Abstimmung vorlegen zu wollen, was die Besetzung von Posten angeht, kontern jetzt die Grünen und die Fraktion „Für Willich“.

Grüne und „Für Willich“ sind für die konstituierende Sitzung des Willicher Stadtrates eine Listenverbindung eingegangen. Man habe bei der Kommunalwahl zusammen 18 Prozentpunkte zugelegt und mit Claudia Poetsch als Bürgermeisterkandidatin sogar über 28 Prozent erzielt und wolle so dem Wählerwillen gerecht werden, teilen Grüne und „Für Willich“ mit.

CDU, SPD und FDP können mit ihrer gemeinsamen Mehrheit unter anderem dafür sorgen, dass die Grüne Claudia Poetsch nicht einen der beiden Posten des stellvertretenden Bürgermeisters bekommt. Auch was Ausschussvorsitze und Aufsichtsratsposten angeht, verbessern sich die Positionen der drei Fraktionen. Grüne und „Für Willich“ kooperieren nun, um „wenigstens in kleinen Nuancen noch etwas zu unseren Gunsten zu verändern“, sagt Christian Winterbach, künftiger Fraktionsvorsitzender der Grünen, im Gespräch mit unserer Redaktion. „Für Willich“ als mit sechs Prozent der Wählerstimmen kleinste Fraktion profitiere ebenfalls von der Verbindung. „Diese Chance wollen wir nicht ungenutzt lassen“, sagt Christian Winterbach.

„Der sich anbahnende Konfliktkurs schadet den Willicher Bürgerinnen und Bürgern – nur mussten wir jetzt reagieren, um unseren Wählerinnen und Wählern und ihrem uns verliehenen Mandat gerecht zu werden“, erläuterte der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft „Für Willich“, Detlef Nicola. „Wir hätten gerne ergebnisoffen mit allen geredet und eine einvernehmliche Lösung entwickelt, aber die große Koalition setzt scheinbar auf Konfrontationskurs, neue Willicher Verhältnisse im Rat und macht der verjüngten Verwaltungsspitze damit das Leben gewiss nicht leichter“, sagt Christian Winterbach.