Wermelskirchen: CDU und Grüne plädieren für Sperrung der K 18

Freie Bahn für Radler und Wanderer : CDU und Grüne: K 18 an Wochenenden für Verkehr sperren

Die Fraktionen wollen Dabringhausen besser an die Balkantrasse anbinden. Nur Radfahrer und Fußgänger sollen die Kreisstraße nutzen dürfen.

Autofreie Straßen gab es in den 70er Jahren während der Ölkrise – nun wagen die Fraktionen von CDU und Grüne gemeinsam einen Vorstoß zugunsten des Radverkehrs: Sie regen an, die Kreisstraße 18, die zwischen L101 in Dabringhausen und der B 51 verläuft, an Wochenenden und feiertags für den motorisierten Verkehr zu sperren. Ein Straßenabschnitt soll dann nur für Radfahrer (oder auch Fußgänger) frei sein. Ziel sei, die Anbindung an die Balkantrasse zu verbessern. „Das ist ein großer Eingriff, aber wir wollen etwas für Familien tun, für die Dabringhausen immer interessanter wird“, sagt CDU-Fraktionsmitglied Michael Schneider. Dabei legen beide Fraktionen Wert auf eine verträgliche Lösung, die die Interessen der Pendler und des künftigen Edeka-Marktes berücksichtigt.

Die Begründung: Dabringhausen habe keine gefahrenarme, nutzbare Anbindung für Fahrradfahrer an die beliebte Balkantrasse, die hier weitgehend entlang der B51 verläuft. Es bestehen aber drei Verbindungsstraßen von Dabringhausen zur B51: die L294, die K18 und der Streckenzug K15/L157 nach Wermelskirchen. „Wenn man hier eine bestmögliche Fahrbarkeit nach Norden und nach Süden für alle Verkehre auf der einen Seite und eine möglichst gering gehaltene Einschränkung für anliegende Anwohner und vorhandenen Ziele eines gesperrten Abschnitts auf der anderen Seite betrachtet, bietet sich die mittlere Verbindung K18 hierzu an“, heißt es in dem Antrag. Auf dieser Kreisstraße solle der Radverkehr gestärkt werden, indem die K18 zwischen Asterweg und Bechhausen für alle Verkehre außer für Fahrradfahrer und Fußgänger gesperrt wird. Allerdings solle sich die Sperrung nur auf Wochenenden beschränken. Die Belange der motorisierten Pendler sollten berücksichtigt werden. Außerdem sollen potenzielle Kunden aus Hilgen den geplanten Edeka-Markt an der K 18 gut erreichen können. Die Verwaltung solle vorschlagen, welche Zeiten sinnvoll sind. Es soll zuvor eine Verkehrsuntersuchung der K 18 und der L294 erfolgen.

Da eine Kreisstraße  nicht ohne weiteres für eine Verkehrsart gesperrt werden kann, soll mit den Kreisbehörden gesprochen werden, ob sie eine Wochenendsperrung mittragen. Die Fraktionen seien sich bewusst, dass es ein langer Weg bis zur Sperrung werden kann. Aber insbesondere die Förderung des Radverkehrs, der Lückenschluss des Radverkehrsnetzes, die Stärkung der Balkantrasse durch Anbindung einer ganzen Ortschaft und nebenbei die Lösung des Motorradlärm-Problems am Wochenende seien es wert.

Mehr von RP ONLINE