Wermelskirchen: WNKUWG fordert Strategie gegen Vandalismus

Wermelskirchen soll ein „Wohlfühlort“ bleiben : WNK: Strategie gegen Vandalismus

Die Fraktion regt nach Vorfällen in Dabringhausen an, eine Schadensbilanz aus den vergangenen fünf Jahren zu erstellen.

Herausgerissene Schilder, Müll und Schmierereien im Dorfpark, Kritzeleien auf der Friedhof-Toilette in Dabringhausen – Vandalismus verärgert die Anwohner, beschäftigt Politik und Verwaltung. Die Beseitigung der Spuren ist mit einem Arbeits- und Kostenaufwand verbunden. Die WNKUWG stellt daher einen umfangreichen Antrag für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HuF). Die Verwaltung solle kurzfristig eine Arbeitsgruppe aller Fachbereiche, Behörden und Einrichtungen bilden, um konkrete Maßnahmen festzulegen, die das Problem auf Dauer lösen. Über die Ergebnisse solle im HuF regelmäßig berichtet werden.

„Die aktuellen Vorfälle in Dabringhausen und die Sperrung von Schulhöfen im März zeigen, dass unsere Stadt ein Problem mit Vandalismus hat“, schreibt die Fraktion in ihrem Antrag.  Zu den Vandalismusschäden zählt sie mutwillige Beschädigungen von städtischem und privatem Eigentum sowie Farbsprühereien und Schmierereien.

Mit diesem Problem stehe Wermelskirchen nicht allein da: Die Stadt Bietigheim prüft eine Videoüberwachung. Sprockhövel setzt Belohnungen aus. Wuppertal lässt Gebäude von Sicherheitsdiensten überwachen. Selbst die SPD-Fraktion in Leverkusen denkt über Videoüberwachung an Schulhöfen nach, nennt die WNKUWG einige Beispiele aus der Region.

Sie fordert eine Vandalismus-Bilanz für die vergangenen fünf Jahre: Wie hoch ist der finanzielle Gesamtschaden durch Vandalismus? Wie viele Vandalismusschäden sind an und in Wermelskirchener Schulen aufgetreten? Gibt es Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit Schulen, die gegen Vandalismus gerichtet sind? Wie viele Vandalismusschäden sind an Sportstätten und in -hallen aufgetreten? Wie viele Vandalismusschäden sind an anderen städtischen Gebäuden/Einrichtungen/Eigentum verursacht worden? Und wie viele Strafanzeigen wurden von privater Seite wegen Vandalismus gestellt?

Außerdem fragt die Fraktion nach Brennpunkten für Vandalismus und welche Maßnahmen die Verwaltung ergreift, um solchen Schäden vorzubeugen. Und ob die Stadt Möglichkeiten sieht, dass die heimischen Sportvereine und Schulen die Verwaltung beim Schutz ihrer Einrichtungen zu unterstützen.

„Wir möchten, dass Wermelskirchen ein Wohlfühlort bleibt“, so die WNKUWG. Nennenswert mehr Kontrolle durch den Kommunalen Ordnungsdienst sei personell  aber nicht darstellbar. Auch könne die Polizei nicht immer und überall gleichzeitig Streife fahren. Das Problem sei dauerhaft nicht allein in den Griff zu bekommen, indem man weitere Sozialarbeiter auf die Straße schickt.

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