Antrag zur Dorfpark um ein Jahr verschieben

Ansichtssache : Antrag zum Dorfpark um ein Jahr verschieben

Die CDU will Dabringhausen aufwerten. Mit einem Antrag zum Dorfpark und Jugendtreff – und gemeinsam mit den Grünen zur „Sonntags-Radtrasse“ auf der K 18.

Nicht nur die Innenstadt, auch die Ortsteile Dabringhausen und Dhünn haben eine Aufwertung verdient, die auch mit Geld aus Förderprogrammen finanziert werden könnte.  Daher ist der CDU-Antrag nachvollziehbar, dass sich die Stadt um Fördermittel aus dem Programm „Dorferneuerung“ bemüht. Der Dorfpark solle aus seinem Dornröschenschlaf erweckt und aufgewertet werden.

Die Grünfläche hat das Potenzial zu einem beliebten Dorftreffpunkt zu werden. Inzwischen haben die Jugendlichen, die hier zu abendlichen Feiern zusammen kamen,  einen alternativen Treffpunkt. Der Weg für eine Umgestaltung ist frei. Allerdings ist der Zeitpunkt unglücklich gewählt: Die Bewerbungsfrist für 2020  läuft  jetzt ab. Und im Etat ist kein Puffer mehr, um den städtischen Eigenanteil an der Finanzierung des Vorhabens zu stemmen und gleichzeitig das Haushaltsziel schwarze Null zu erreichen. Aber die Antragsteller sollten ihren Antrag um ein Jahr verschieben. Das hat den Vorteil, dass die Stadt dann hoffentlich einen Fördermanager hat und den Haushaltsausgleich erreicht hat.

SOLVEIG PUDELSKI. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Der zweite Antrag, der auf eine bessere Ausstattung des neuen Jugendtreffpunkts abzielt, erscheint dringender. Die junge Leute brauchen „ein Dach über den Kopf“ und Sitzmobiliar. Vielleicht lässt sich eine Holzhütte auch in Eigeninitiative realisieren. Wenn die Jugendlichen mit Hilfe von Handwerkern und mit Bordmitteln der Stadt  ihr „Domizil“ selber bauen, werden sie auch die Verantwortung für den Treffpunkt übernehmen.

Schwarz-Grün sind sich einig: Dabringhausen braucht eine Anbindung an die Balkantrasse. Der Antrag auf Sperrung der K 18 am Wochenende ist mutig, vielleicht wegweisend. Dabei geht es vorrangig nicht um Klimaschutz, sondern um mehr Freizeitqualität durch eine sichere Erreichbarkeit der Trasse. Gut möglich, dass dieser Vorstoß mal der Vorreiter für die komplette Umwandlung von Straßen in reine Rad-/Wandertrassen sein wird.

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