Fußball : Nur Unentschieden

Jan Ballis schoss den Fußball-Landesligisten SC Union Nettetal früh in Führung. Am Ende kam das Team von Trainer Josef Cherfi aber nicht über ein 1:1 hinaus und rutschte damit auf dem vierten Tabellenplatz ab.

Fussball-Landesliga Das hatte sich der SC Union Nettetal anders vorgestellt. Beim Duisburger SV 1900 kam das Team von Josef Cherfi nicht über ein 1:1 hinaus. Damit rutschte die Mannschaft auf den vierten Platz. Trotzdem ist nicht viel passiert. Da auch Spitzenreiter Hamborn in Mülheim 0:0 spielte, geht das Wechselspiel an der Spitze weiter. Bösinghoven führt die Tabelle punktgleich vor Hamborn und dem FSV Duisburg an. Einen Punkt dahinter folgt Union.

"Wir haben zum zweiten Mal die Chance verpasst, die Tabellenspitze zu erklimmen. Das ist zwar noch nicht so wichtig, aber es geht auch darum, sich von den anderen abzusetzen. Nun ist der Kreis größer geworden", sagte Cherfi.

"Hängen im Schacht"

Was den Trainer jedoch noch mehr ärgerte, war die spielerische Leistung: "Wir haben in der Woche hervorragend trainiert. Aber im Spiel war nach 15 Minuten hängen im Schacht. Bis auf Stefan Kern erreichte keiner auch nur ansatzweise Normalform." Zu diesem Zeitpunkt führte Union aber bereits 1:0. Kevin Enke bereitete das Tor über die linke Seite vor. Seinen Pass an den Strafraum lenkte Stefan Kern direkt weiter und Jan Ballis hatte keine Mühe, zur Führung einzuschießen.

Wie aus dem Nichts gelang dem Gastgeber nach 23 Minuten der Ausgleich. Nach einem Freistoß von der Mittellinie stieg Dejan Lazovic an der Strafraumgrenze frei stehend zum Kopfball hoch. Der Ball senkte sich in einer Bogenlampe ins Nettetaler Tor. Ein unnötiges und vermeidbares Gegentor. "Duisburg war zum ersten Mal vorne. Wir müssen schon verhindern, dass Lazovic überhaupt zum Kopfball hochgehen kann", schimpfte Cherfi über die Kette von Fehlern.

Vielleicht war die mangelnde Zuordnung auf die erneute Umstellung der Abwehr zurückzuführen. Neben Holger Jansen, der nach seiner Verletzung voraussichtlich ab Dienstag wieder in das Mannschaftstraining einsteigen kann, fehlte Volker Wassenberg. Der Verteidiger musste aufgrund einer Grippe passen. Damit fehlte Union die etatmäßige Innenverteidigung.

Doch Cherfi wollte dies als Argument nicht gelten lassen: "Die Bindung zwischen den Mannschaftsteilen hat überhaupt nicht gepasst. Wir haben uns immer wieder auf das Spiel des Gegners eingelassen, der mit langen Bällen agiert hat." Die Nettetaler rieben sich in Einzelaktionen auf, suchten ihr Heil ebenfalls mit langen Bällen anstatt ihre Stärke, die Schnelligkeit, auszuspielen. "Wir hätten noch eine Stunde spielen können und nichts getroffen", sagte Cherfi. Passend zu einem Spiel, in dem wenig funktioniert, wurden Stefan Kern zwei Tore aufgrund einer Abseitsstellung abgepfiffen. Wenigstens beim zweiten Treffer sahen die Nettetaler das anders. Zum Glück für den SC Union traf auch Duisburg nicht mehr. Kurz vor Schluss vergaben die Gastgeber ihre beste Chance.

(RP)