Handball : Übermächtiger Gegner

Trotz einer guten kämpferischen Leistung konnte die SG Dülken in der Handball-Oberliga Borussia Mönchengladbach nicht ernsthaft in Gefahr bringen beim 29:36. Die individuelle Klasse des Gegners war zu groß.

Boris Jovanic bleibt zuversichtlich. Trotz der 29:36-Niederlage seiner SG Dülken gegen Borussia Mönchengladbach glaubt der Routinier an sein ehemaliges Team: "Die Spieler kämpfen. Man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Und Goran Sopov weiß, was er tut. Er kennt solche schwierigen Situationen." In der vergangenen Saison half der lange Abwehrstratege der SG Dülken bis zum Januar aus. Dann verabschiedete sich der Knorpel im rechten Knie. Das Karriereende folgte. Nun bleibt Jovanic, der gerne als Trainer arbeiten würde, die Zuschauerrolle. Er analysiert, erkennt Stärken und deckt Schwächen auf. "Die Abwehr, die muss stärker werden", sagt er. Dabei zeigte sich die SG in der Defensivarbeit gegenüber dem letzten Heimspiel deutlich verbessert.

Doch Mannschaften vom Kaliber einer Borussia, gespickt mit Regionalliga-erfahrenen Akteuren, spielen derzeit noch in einer anderen Liga. Viele Spieler sind in der Lage, eine Abwehr wie der der Dülkener, in der einige erstmals Oberligaluft schnuppern, alleine durch ihre individuelle Klasse in arge Verlegenheit zu bringen. Rückraumspieler Tim Crone (10), Kreisläufer Bennet Johnen (6) oder auch Sascha Ranftler (5) unterstrichen dies.

Aufopferungsvoll gekämpft

Borussia spulte ihr Pensum routiniert ab, ohne an die Grenzen zu gehen. So ließ Trainer Zoran Cutura wichtige Akteure wie etwa Bennet Johnen oder Martin Kuhlen (Kapselriss) lange auf der Bank sitzen. Das Team bewahrte sich dennoch über weite Strecken seinen Vorsprung und ließ Dülken ackern. Aufopferungsvoll kämpfend stemmten sich Sebastian Sips, Lars Brandenburg, Niklas Voß und Max Greven im Abwehrzentrum in der zweiten Hälfte gegen die Angriffe Borussias. Doch ein Leichtgewicht wie Max Greven ist schon allein aufgrund der körperlichen Unterschiede nicht in der Lage, einen Koloss wie Johnen zu bremsen.

Nach dem Anschlusstreffer zum 24:27 durch den ungeheuer starken Fabian Reich (6) am Kreis keimte noch einmal Hoffnung auf. Nach zwei Zeitstrafen gegen die SG war das indes schnell erledigt. Mönchengladbach zog bis zum 33:25 davon. In dieser Phase parierte Borussias Torhüter ein halbes Dutzend Bälle der Dülkener, allesamt in seiner rechten Ecke.

"Auf dieser Leistung können wir aufbauen. Wir haben uns viel besser bewegt als im Spiel bei den Bergischen Panthern. Teilweise waren wir richtig gut. Aber uns fehlt noch die Konstanz über die gesamte Spieldauer", analysierte Trainer Goran Sopov.

Tore für Dülken. Sebastian Sips (7), Fabian Reich (6), Richard Graefe (4), Niklas Voß (4), René Landwehrs (3), Max Greven (2), Tim Beier und Lars Brandenburg.

(RP)