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Handball: Lya Stolzenberg aus Süchteln hofft auf Berufung in Jugendnationalteam

Handball : Lya Stolzenberg hofft auf Berufung in Jugendnationalteam

Die 15-Jährige, die beim ASV Süchteln mit Handball begann, spielt mittlerweile mit dem TV Aldekerk in der höchsten deutschen Jugendspielklasse. Für ihren Sport setzt sie sich ehrgeizige Ziele.

Talent, Ehrgeiz und eine gute Portion Intelligenz sind nicht die schlechtesten Eigenschaften, um im Leben etwas zu erreichen. Zumindest diese drei Attribute weist die 15-jährige Lya Stolzenberg auf und ist damit im Handball bereits sehr erfolgreich.

Mit neun Jahren absolvierte die Linkshänderin ihre ersten Schritte im Handball beim ASV Süchteln. Und schnell war klar, dass in ihr ein außergewöhnliches Talent schlummert. Als die Leistungsanforderungen der Schülerin nicht mehr gerecht wurden, absolvierte sie ein Probetraining bei der Turnerschaft St. Tönis, was ihren Anforderungen schon eher entsprach. Allerdings war sie auch in der dortigen C-Jugend nicht vollends ausgelastet und spielte fortan stets eine Altersklasse höher, als es eigentlich notwendig war.

Es dauerte nicht lange, ehe sie in den Auswahlkader des Handball-Verbandes Niederrhein berufen wurde, und im Februar folgte eine Einladung zu einem mehrtägigen Sichtungslehrgang des Deutschen Handball-Bundes in Heidelberg. Auch dort wusste sie zu überzeugen und absolvierte vergangene Woche einen Auswahllehrgang des DHB in Kienbaum/Berlin. Die Entscheidung, ob sie nun in den Kader der U16-Jugendnationalmannschaft berufen wird, steht aber noch aus.

Zu Beginn dieser Saison wechselte Lya Stolzenberg zum TV Aldekerk. „Dort sind die Chancen auf meine persönliche Weiterentwicklung noch größer“, begründet sie ihren Wechsel. Mit der A-Jugend des TVA nahm sie an der Qualifikation zur Bundesliga teil und blieb mit ihrem Team gegen die Mannschaften aus Haan, St. Tönis, dem Bergischen HC, Solingen-Gräfrath sowie Stolberg ohne Verlustpunkt und spielt in der nun anlaufenden Saison auf Rechtsaußen in der höchsten deutschen Jugendspielklasse.

Der Aufwand, den die 15-Jährige für ihren Sport betreibt, ist in ihrem Alter schon enorm. Im Verein stehen wöchentlich drei Trainingseinheiten auf dem Programm, wobei eine bei der Zweiten Frauenmannschaft absolviert wird, die in der Oberliga heimisch ist. Doch damit nicht genug: Jeden Montag steht ein Stützpunkttraining des DHB in Leverkusen an, und freitags geht es nach Essen zum Auswahltraining des DHB. Das erfordert jedoch auch, dass die Familie mitspielt. „Entweder fährt mich meine Mutter zu den Trainingseinheiten, oder wir bilden Fahrgemeinschaften“, sagt Lya Stolzenberg. „Von meiner Familie werde ich ganz toll dabei unterstützt.“

Um an den mehrtägigen Lehrgängen es DHB teilzunehmen, muss es auch in der Schule gut laufen, verpasst sie doch dabei einigen Unterrichtsstoff. „Von der Schule bekomme ich auch keine Steine in den Weg gelegt, den verpassten Stoff muss ich jedoch nachholen. Aber das läuft eigentlich ohne Probleme.“

Bei diesem Pensum bleibt außerhalb des Handballs kaum Zeit für andere Aktivitäten oder Hobbys, aber das möchte sie auch nicht anders und hat sich für ihre sportliche Zukunft hohe Ziele gesteckt. „Es ist schon krass, wenn ich sehe, wie weit ich bereits gekommen bin“, sagt die Schülerin. „Mein Ziel ist es, später in der Bundesliga zu spielen. Und wenn ich es dann noch in die Nationalmannschaft schaffen würde, wäre das natürlich absolut traumhaft.“