ASV Süchteln vor dem Auswärtsspiel beim Rather SV

Fußball-Landesliga : Außergewöhnlich: Die Qual der Wahl beim ASV Süchteln

Seit Sommer 2015 ist Heinrich Losing Trainer beim ASV Süchteln. Und in dieser Zeit waren Personalprobleme ein ständiger Begleiter. Deswegen kann der 39-Jährige, der nach der Saison zum SV Sonsbeck wechselt, vor dem Auswärtsspiel in der Fußball-Landesliga beim Rather SV sein Glück kaum fassen.

Bis auf Robin Duzaar (Zerrung) und den nach einer schweren Knieverletzung inzwischen nach Südkorea zurückgekehrten Kyujin Choung stehen alle Spieler für die Partie am Sonntag zur Verfügung.

„Aktuell habe ich die Qual der Wahl. Das war bislang sehr selten in meiner Zeit in Süchteln“, sagt Heinrich Losing, der sich von dieser außergewöhnlichen Lage einen Leistungsschub erhofft: „Jetzt muss jeder um seinen Platz kämpfen.“ Anteil an der guten  Personallage hatte das spielfreie Wochenende, das den angeschlagenen und kranken Akteuren zusätzlich Zeit zur Regeneration gab. Allerdings war das vorige Wochenende aus ASV-Sicht nicht durchweg positiv, denn die Süchtelner mussten tatenlos zusehen, wie sich die Lage im Abstiegskampf weiter zuspitzte. Denn in Gestalt des TSV Meerbusch II, des DSC 99 (3:0 gegen Amern), des FC Remscheid und des VfL Jüchen-Garzweiler siegten gleich vier hinter Süchteln platzierte Teams und verkürzten demzufolge den Abstand. Die Losing-Truppe hat jetzt noch gerade mal einen Punkt Vorsprung auf den Relegations- und den ersten direkten Abstiegsplatz. Bis zu Rang acht, den aktuell Süchtelns nächster Gegner Rath mit 29 Punkten einnimmt, geht ganz akut die Angst vor dem Abstiegsgespenst um.

Doch ASV-Coach Heinrich Losing ist weit davon entfernt, in Panik zu verfallen: „Wir sind selbst schuld, dass wir da mittendrin sind. Aber das Gute ist doch, dass wir noch alles in der eigenen Hand haben.“ Ihm ist aber auch klar, dass sein Team zumindest nicht verlieren darf, wenn das so bleiben soll. Ein vielversprechender Ansatz ist, an die guten Leistungen von nach der Winterpause anzuknüpfen. Losings Appell an seine Spieler: „Wir dürfen nicht denken, dass es von alleine geht. Wir dürfen nicht nachlassen.“

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