Caritas baut neues Altenheim in Viersen-Süchteln

Neubauprojekt : Caritas baut neues Altenheim in Süchteln

Das Heim soll 72 vollstationäre Plätze bieten und an der Grefrather Straße entstehen. Die Caritas hatte lange nach einem Standort gesucht. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten starten

Die Caritas ist auf der Suche nach einem neuen Standort für ein Seniorenheim in Süchteln fündig geworden und hat bei der Stadt Viersen eine Bauvoranfrage gestellt. „Das Altenheim mit 72 Plätzen wird an der Grefrather Straße, schräg gegenüber der Einfahrt Privatstraße, errichtet“, sagt Peter Babinetz, Geschäftsführer des  Caritasverbandes für die Region  Kempen-Viersen. Als privaten Investor präsentiert die Caritas den Viersener Generalübernehmer Janissen und Zaum, der das Areal inzwischen erworben habe.

Damit ist der Caritasverband vom ursprünglichen Plan, den Neubau für das aus Brandschutzgründen geschlossene Irmgardisstift an der Straße „Am Wasserwerk“ zu errichten, abgerückt. Babinetz legt dar, dass sich dieser Standort aufgrund der mit rund einer halben Million Euro veranschlagten Erschließungskosten zerschlagen hat. Das hätte das Budget von rund 7,2 Millionen Euro gesprengt. Diese Summe ergibt sich, so Babinetz, aus dem vom Land NRW vorgegebenen Rahmen der Refinanzierbarkeit, der Investitionsausgaben von etwa 100.000 Euro pro Pflegeplatz vorsieht. Am neuen Platz, der unweit vom bisherigen  Standort etwas weiter ortsauswärts gelegen ist, sieht die Caritas alle Voraussetzungen gegeben, ihren Auftrag zu erfüllen. Babinetz: „Wir haben stets betont, dass wir uns den Menschen verpflichtet fühlen, die in Süchteln auf stationäre Pflege angewiesen sind.“ Das neue Areal ist rund ein Drittel größer als die ursprüngliche Parzelle; sie kann entsprechend großzügiger und attraktiver gestaltet werden.

Auch mit Blick auf das Datum 28. November 2018 hat die Caritas die Planung forciert: Dann läuft die Bedarfsbestätigung des Kreis-Sozialamtes aus, wo die Heimaufsicht angesiedelt ist. Der Bedarf für Süchteln ist laut Kreis mit 80 Plätzen angegeben. Bis dahin muss der Caritasverband also angefangen haben zu bauen bzw. signalisieren, dass es ihm ernst gemeint ist mit einem Neubau für die vollstationäre Seniorenpflege in Süchteln. Andernfalls könnte der Kreis für Süchteln einem anderen Träger den Zuschlag erteilen oder den Bedarf für den Viersener Stadtteil ganz streichen.

Dieses Damoklesschwert scheint jetzt mit der Bauvoranfrage vom Tisch, wie Caritas und Stadt Viersen beteuern. Im Viersener Rathaus hat  die Vorlage eines Bauplans, der auf 8600 Quadratmetern an der Ecke Grefrather / Privatstraße eine detailgetreue Altenheimzeichnung skizziert, helle Freude ausgelöst. „Eine gute Entwicklung. Wir legen als Stadt Wert darauf, dass dieses Altenheim für Süchteln gebaut wird“, sagt der Erste Beigeordnete Paul Schrömbges.

Nach Rücksprache mit dem Kreis Viersen sei es laut Schrömbges nunmehr kein Problem, dass die Frist 28. November verlängert wird. Denn dieses fixe Datum wird die Caritas durch die Schleife, die jetzt gedreht wurde, unmöglich einhalten können. Babinetz: „Durch die notwendige Änderung des Standortes wird sich der Baubeginn in das nächste Jahr hinein verschieben. Mit dem Kreis Viersen sind wir über eine Verlängerung im Gespräch.“

Wenn man von einem Baubeginn 2019 ausgeht und für die Bauzeit 18 Monate veranschlagt, dürfte der Caritas-Neubau im Frühjahr/Sommer 2021 in Betrieb genommen werden.

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