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Brüggen: Rund um den Borner See entstehen neue Naturgärten

Einsatz für die Natur in Brüggen : Neue Naturgärten rund um den Borner See

Die Stiftung Tier, Umwelt und Naturschutz hat eine Fläche am Borner See erworben. Aktive um Heinz Wiescher verwandeln verwilderte Gartenparzellen in Lebensraum für Tiere.

  Die Tier-Umwelt-und-Naturschutz-Stiftung (TUN-Stiftung) hat am Borner See ein neues Projekt angepackt. „Der Natur etwas zurück zu geben, das ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Stiftungsrat Heinz Wiescher. Spaziergänger und Erholungssuchende verfolgen seit Wochen die Entwicklung dieses Geländes.

Die TUN-Stiftung erwarb eine große Fläche, die aus verwilderten Gartenlandparzellen am Borner See bestand – insgesamt rund 5000 Quadratmeter. Unter dem Titel „Naturgärten Borner See“ gestaltete sie das Areal vornehmlich für die Vogel- und Insektenwelt um. An der Spitze stand Heinz Wiescher, der seit 35 Jahren in Born lebt und sich für Tier- und Naturschutz einsetzt. In Brüggen beteiligte sich die Stiftung bereits am Projekt  Blühstreifen an Ackerrändern. Heinz Wiescher hat für die Naturgärten Fachleute vor Ort zu Rate gezogen, außerdem die Biologische Station Krickenbeck und den Nabu, der den Naturschutzhof Sassenfeld betreibt.

Der Borner See entstand im 16. bis 18. Jahrhundert durch den Abbau von Torf. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Hundebesitzer, Jogger und Radler. Schön gelegen, inmitten der Natur, hat das die TUN-Stiftung überzeugt, diese angrenzenden Flächen zu erwerben und für das neue Projekt  zu nutzen.

Die Flächen sind eingezäunt und daher nicht für jeden zugänglich. „Das ist unser Beitrag gegen die Zerstörung von Lebensräumen und Nahrungsgrundlagen für einen Teil unserer gefiederten Freunde und Insekten“, erklärt der Borner, ein Schwerpunkt liege auf dem Bienenschutz.

Mit viel Liebe und Fleiß arbeitet Heinz Wiescher mit seinen Helfern seit August an diesem Projekt. Er will „für die tierischen Freunde optimale Bedingungen schaffen“. Bäume sowie Hecken für Vögel, Schmetterlinge und Insekten, Wildbienenstationen wurden ausgewählt; zudem mehrere Blüten-Stauden-Bepflanzungen, die auch in der kälteren Jahreszeit als Futterquellen dienen. „Sie sollen für die Insekten eingerichtet werden“, erzählt der Borner.

Entsprechend der Bodenbeschaffenheit werden dort Blühwiesen angelegt, aber auch natürliche Nistmöglichkeiten geschaffen für Insekten, Vögel, Eichhörnchen, Igel und Kleinsäuger. Und auch Reptilien wie die Eidechse oder Amphibien wie Frösche und Molche sollen sich ansiedeln. Die Fischteiche blieben erhalten.

Eine Brücke verbindet zwei Flächen. Auch eine große Kräuterspirale entsteht. Mehrere große Obstbäume und zahlreiche Büsche bieten bereits vielen Tieren eine Heimat.

Info Die TUN-Stiftung will Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt erhalten, nationale und internationale Projekte für artgerechte Lebens- und Haltungsbedingungen von Haus- und Nutztieren fördern;  Wildtiere sollen geschützt werden. Die Geschäftsstelle der TUN-Stiftung befindet sich in 37697 Lauenförde. Online gibt es weitere Infos unter der Adresse „www.tun-stiftung.de“.

(off)