Endlich schnellere Rettung in Tönisvorst

St. Tönis : Endlich schnellere Rettung in Tönisvorst

Am 1. Juli nimmt die neue Rettungswache des Kreises am Interimsstandort Tempelsweg ihren Dienst auf. Damit wird dauerhaft vorerst ein Rettungstransportwagen vor Ort stationiert. Bisher war die Rettungswache in Kempen zuständig.

Positive Nachrichten aus Viersen: Die neue Rettungswache in Tönisvorst nimmt am Montag, 1. Juli, um 8 Uhr ihren Dienst auf. Und das heißt von Beginn an im 24-Stunden-Dienst, wie die Kreisverwaltung bestätigte. Die feierliche Eröffnung folgt zwei Tage später. Der Kreis Viersen hat auf dem ehemaligen van Haag-Gelände am Tempelsweg, Hausnummer 46, Räume für eine Rettungswache angemietet. Die notwendigen Umbaumaßnahmen verlaufen planmäßig und werden voraussichtlich in der nächsten Woche abgeschlossen sein. Am Donnerstag, 26. Juni, wird Dezernentin Katarina Esser im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ordnung und Rettungswesen, über den Interimsstandort für die Rettungswache Tönisvorst berichten.

„Die Hilfsfristen in der Notfallrettung werden sich ab Juli verbessern“, postet Manfred Wolfers Jun, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Verbraucherschutz, Ordnung und Rettungswesen im Kreis Viersen. Die Hilfsfristen würden sich nicht nur in Tönisvorst, sondern auch in Oedt verbessern, betont der Grefrather Wolfers (CDU). Er freut sich, dass die geplante neue Rettungswache am Tempelshof in Tönisvorst im Juli in Betrieb geht. Er dankt allen Mitarbeitern der Kreisverwaltung und Kreisleitstelle für die gute Vorbereitung in den letzten Monaten. Auch Maik Giesen (CDU), sachkundiger Bürger aus Tönisvorst im Ausschuss für Rettungswesen, ist positiv überrascht, dass es so schnell gelungen ist, das entsprechende Personal zu finden.

In der Ausschussvorlage führt die Verwaltung aus, dass für die zu besetzenden Stellen Personal eingestellt wurde. Die erste Einstellung erfolgte zum 1. April, die letzte soll planmäßig zum 1. Oktober erfolgen. Damit wäre der Personalbedarf beider Rettungswachen (Schwalmtal und Tönisvorst) unter Trägerschaft des Kreises vollständig gedeckt. Das bereits eingestellte Personal wurde Anfang Juni rettungsdienstlich fortgebildet. Das neue Personal wird bis zur Inbetriebnahme der neuen Wache in St. Tönis auf der Rettungswache Schwalmtal eingesetzt. Die beiden für den Standort vorgesehenen Rettungswagen (Einsatz- und Ersatzfahrzeug) wurden europaweit ausgeschrieben. Der Kreis erwartet die Auslieferung für das erste Quartal 2020. Bis dahin wird ein Leihfahrzeug zum Einsatz kommen. Für die Wagen und die Wache hat der Kreis aber auch medizinisches Gerät, Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial sowie Möbel, Spinde und Küchenausstattung beschafft oder bestellt. Noch ausstehende Lieferungen sollen spätestens in der letzten Juniwoche erfolgen.

Die neue Rettungswache ist ein Ergebnis des Sachverständigengutachtens zur rettungsdienstlichen Bedarfsplanung. In dem Gutachten, das 2017/2018 erstellt wurde, kam deutlich als ein Mangel heraus, dass die Hilfsfrist von acht Minuten für die als städtisch eingestufte Gemarkung St. Tönis der Stadt Tönisvorst oft überschritten wurde. Um die Hilfsfristen in Tönisvorst flächendeckend einhalten zu können, musste deshalb ein Interimsstandort für eine Rettungswache in Tönisvorst eingerichtet werden. Interimsstandort deswegen, weil der Rettungsbedarfsplan noch nicht endgültig diskutiert und beschlossen wurde. Im Vorgriff auf den noch zu beschließenden Rettungsdienstbedarfsplan hat der Kreistag im September 2018 die Übernahme der Trägerschaft für eine Interimsrettungswache in Tönisvorst durch den Kreis Viersen zugestimmt. Im Dezember hat der Kostenträger, sprich die Krankenkassen, den Plänen zugestimmt.

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