Neue Spielzeit des Stadtkulturbundes

Tönisvorst : Jede Menge Spannung und Entspannung

Der Stadtkulturbund Tönisvorst stellte am Freitag sein Programm für die Spielzeit 2019/2020 vor. In Abonnement, Sonderveranstaltungen und der Reihe „Götterspeise“ wird eine bewährte Mischung für gute Unterhaltung angeboten.

Bürgermeister Thomas Goßen freute sich auf diesen Termin: Man habe den Sommer noch vor sich, aber erhalte bereits einen Ausblick auf die Kultur im Herbst. Am Freitag stellte der Stadtkulturbund Tönisvorst das Programmheft für die Spielzeit 2019/2020 vor,  diesmal erstmals ohne Peter Siegel. Der neue Vorsitzende Thomas Nellen setzt im Programm auf Kontinuität, in der Präsentation aber auch auf neue Akzente. So hat das Logo den Zusatz „Seit 1993 ehrenamtlich für Kultur in Tönisvorst“ erhalten, und der Internetauftritt wurde überarbeitet.

Die auffallendste Neuerung ist aber etwas ganz anderes: Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der Stadt Tönisvorst wird er erstmals ein Konzert in der katholischen Kirche St. Cornelius geben. Am 21. Juni nächsten Jahres wird dort Viva Voce ein A cappella-Konzert geben.

Die abgelaufene Saison brachte eine Auslastung von 99 Prozent. Auch die neue Spielzeit verspricht hohe Attraktivität. Das Abonnement mit sechs Aufführungen für 115 Euro beginnt am 20. September mit einem Psychothriller: „Der Fremde im Haus“ von Agatha Christie Dabei gibt es ein Wiedersehen mit Sarah Elena Timpe von den Schlossfestspielen. Eine Superbesetzung mit Marianne Rogée und Horst Janson bietet die Komödie „Bis zum Horizont, dann links“ am 8. November. Darin geht es um eine Rentnergruppe, die ein Flugzeug und damit sich selbst entführen will.

Und schon ist man beim Neujahrskonzert. Am 4. Januar beschert die Französische Kammerphilharmonie „Eine französische Nacht“. Kein Druckfehler ist das Datum 24. Januar für das Schauspiel „Heilig Abend“. In dem Stück von Daniel Kehlmann geht es wenig beschaulich zu, Verhörspezialist Thomas muss in 90 Minuten von einer Frau namens Judith erfahren, ob sie mit ihrem Ex-Mann einen terroristischen Anschlag verüben will. Am 13. Februar folgt die Komödie nach dem gleichnamigen Kinohit „Monsieur Claude und seine Töchter“. Am 24. April gibt es einen Klassiker, die Komödie „Harold and Maude“ mit Kathrin Ackermann als 79-jähriger Maude.

In Haus Vorst werden wieder drei Kabarettabende angeboten: Sommerkabarett am 30. August, zwischen den Jahren am 28. Dezember und am Aschermittwoch 26. Februar. Am 2. Oktober kehrt Wilfried Schmickler nach St. Tönis zurück, auch wenn sein Programm „Kein zurück“ heißt. Am 14. Dezember gibt es ein Wiederhören mit Motown, die eine musikalische Weihnacht bereiten. Für einen „Ausnahmezustand“ will Kabarettist Florian Schroeder am 6. März sorgen. Noch nie ging es uns so gut wie heute - und doch fühlen wir uns permanent bedroht. An Kinder ab vier Jahren und ihre Familien richten sich „Die Abenteuer von Pettersson und Findus“, die man am 14. März im Forum Corneliusfeld sehen kann. Dazu kommt die Burghofbühne Dinslaken nach Tönisvorst.

Eine A capella-Popband nennt sich Medlz, und die vier „Mädels“ sorgen für ein Heimspiel, Lieder ausschließlich in deutscher Sprache. Schlager aus den Wirtschaftswunderjahren, Hits von den „Prinzen“, Herbert Grönemeyer, Udo Jürgens und Seeed zeigen die ungemeine Bandbreite des Programms am 27. März. Und am 15. Mai ist wieder Herbert Knebels Affentheater außer Rand und Band. Wenn man Gerüchten glaubt, tun sie das zum letzten Mal.

Auch die Reihe Götterspeise in der Evangelischen Kirche wird fortgesetzt. „Ach, die Frauen“ heißt eine szenische Lesung mit Leslie Malton und Felix von Manteuffel am 22. November. Kerstin Brix, Sopran, und Christian Ztryp, Klavier, sorgen am Nikolaustag für „Merry briX-mas“. Im neuen Jahr kommt die wunderbare französische Akkordeon-Spielerin Lydie Auvray. Und im März heißt es „Samba, Jazz and Love“.

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