Bergischer Hc: Mit dem Vertrauen in die eigene Qualität

Bergischer Hc : Mit dem Vertrauen in die eigene Qualität

Ein Blick auf die Zweitliga-Tabelle suggeriert, dass ein Sieg für den Bergischen HC gegen den HC Erlangen eigentlich nur eine Formsache sein sollte. Am Fehlstart in die Saison sollte man den morgigen Gegner aber nicht messen.

Mit 11:13 Punkten belegt der HC Erlangen derzeit den elften Platz der Zweiten Liga. Die Ausbeute ist mager für einen Verein, der in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt ist. Doch der Bergische HC ist vor seinem morgigen Heimspiel gewarnt. Fünf Mal in Folge haben die Erlanger nicht verloren. Die Löwen jedoch strotzen nach elf Siegen hintereinander ebenfalls vor Selbstbewusstsein. Auch ohne die zuletzt so häufig gewordene Spitzenleistung hat die Truppe beim HC Empor Rostock mit sieben Toren gewonnen.

"Das ist schon ein Zeichen von Qualität", sagt Michael Hegemann. Der Abwehrchef des Bergischen HC räumt zwar ein, dass die Mannschaft schon flüssiger gespielt habe. "Aber das Ergebnis nehmen wir natürlich mit Kusshand." Trainer Sebastian Hinze hatte gerade zu Beginn die Präsenz gefehlt: "Da haben wir vielleicht einen Schritt weniger gemacht als in den Spielen zuvor". Gegen Erlangen möchte der BHC gleich von Beginn an auftreten, wie es die Zuschauer aus den vergangenen Heimspielen gewohnt sind. "Wir wollen uns an diesem Abend zerreißen. So wollen wir wahrgenommen werden — in jeder Partie."

Gewarnt sind die Löwen vor dem Gegner, der zuletzt zu alter Stärke zurückgefunden hat. "Ich gehe davon aus, dass sich die Erlanger langfristig unter den ersten Sechs positionieren werden", stellt Hinze klar. Dass sich eine Mannschaft dieses Kalibers in der Wuppertaler Unihalle nicht vorführen lassen möchte, liegt auf der Hand. "Wenn es insgesamt gut läuft, ist das Vertrauen in die eigene Qualität natürlich besonders hoch", erklärt Michael Hegemann. Diese Erkenntnis dürfte den Erlangern aufgrund ihres guten Laufs helfen. Angesichts seiner Serie wird der BHC sogar noch eine Spur weniger Selbstzweifel haben.

Sogar über das Szenario eines weiteren perfekten Monats hat BHC-Manager Stefan Adam schon nachgedacht: "Es wäre natürlich toll, wenn wir früh mit der Planung für die kommende Saison beginnen könnten". Dass die Mannschaft an solche Dinge überhaupt nicht denkt, unterstreichen Hegemann und Hinze. "Wir denken von Etappe zu Etappe. Das Schlimmste, was wir als Team machen könnten, wäre es, mit dem Rechnen anzufangen."

Die Vorbereitung lief im Übrigen etwas holpriger als in den Vorwochen. Emil Berggren und Richard Wöss lagen krank im Bett, Max Weiß laboriert immer noch einer Knieverletzung. Außerdem hat sich Jan Stochl eine Entzündung am Fuß zugezogen. "Ich gehe aber davon aus, dass alle spielen können", sagt der Coach. Gegen Erlangen hat sich das Team auf eine 3:2:1-Deckung vorbereitet. "Die Erlanger wollen ihre Gegner dazu zwingen, über Außen zu gehen und profitieren dann von Andreas Bayerschmidt im Tor", erklärt Hinze. "Wir müssen zusehen, dass wir auch 1:1-Situationen für uns nutzen, indem wir den nötigen Schritt schneller sind."

(trd)