Bergischer Hc: Der nächste Schritt Richtung Zufriedenheit

Bergischer Hc : Der nächste Schritt Richtung Zufriedenheit

Zehn Zweitliga-Spiele in Folge hat der Bergische HC gewonnen. Viel komfortabler könnte die Ausgangslage vor dem Spiel bei Empor Rostock kaum sein. An Nachlässigkeit ist allerdings nicht zu denken.

Wie könnte es beim Bergischen HC in diesen Tagen noch besser laufen ? Die Mannschaft führt die Zweitliga-Tabelle an, hat sechs Minuspunkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz und dominierte zuletzt seine Kontrahenten in beeindruckender Regelmäßigkeit. Zufriedenheit innerhalb seiner Mannschaft kann Trainer Sebastian Hinze aber auch nach zehn gewonnenen Ligaspielen hintereinander und der damit verbundenen Übernahme der Spitzenposition nicht feststellen: "Überhaupt nicht. Jeder legt den gleichen Ehrgeiz an den Tag wie vor dem ersten Spieltag". Eine gehörige Portion Selbstvertrauen haben die Löwen aber in jeden Fall auf ihrer Reise zum HC Empor Rostock im Gepäck.

Dass die Partie kein Selbstläufer wird, ist allen Beteiligten klar. "Die Rostocker sind heimstark und unangenehm zu spielen", weiß Sebastian Hinze. Zuletzt agierte die Truppe zwar mit einer 6:0-Deckung, doch zu Beginn der Spielzeit verteidigte das Team auch in der 4:2-Variante. "Die hat zwar zuletzt gefehlt, aber wir müssen natürlich damit rechnen." Acht Punkte hat der Tabellenvierzehnte bisher geholt. Darunter ist ein erstaunlicher Auswärtssieg bei der SG Bietigheim. In heimischer Halle gewannen die Rostocker gegen den TV Bittenfeld und zuletzt gegen den ASV Hamm-Westfalen. Die Heimniederlagen resultieren gegen den Zweiten, Vierten und Fünften. In diese Liste möchte sich der BHC natürlich gerne einfügen.

"Wichtig ist, dass wir gut vorbereitet sind. Und das sind wir", betont Hinze, der mit dem Team am Samstag nach dem Frühtraining die knapp 600 Kilometer lange Fahrt antreten wird. Am Sonntag absolviert die Mannschaft noch eine Einheit in Rostock, bevor es um 16:30 Uhr ernst wird. Das Glück mit dem Personal ist dem BHC auch in dieser Woche treugeblieben. Max Weiß hat sich mit seinen Knieproblemen noch immer ein wenig geschont, wird aber wohl auch spielen können. Besser könnte die Situation also im Moment nicht sein. "Aber das ist kein Grund zur Zufriedenheit", meint Hinze. "Wenn wir weiter so auftreten, wie in den letzten Spielen, und am Ende der Saison etwas erreicht haben, dann dürfen wir zufrieden sein — natürlich auch nicht allzu lange." Aus der derzeitigen Perspektive würde das den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga bedeuten.

Die Arbeit fällt in der günstigen Situation allerdings leichter. "Wozu natürlich auch die gute Stimmung beiträgt", erklärt der Coach. "Und klar, mit einigen Leistungen sind wir natürlich auch jetzt schon zufrieden. Nur darf das die Arbeit nicht weiter beeinflussen." Wie kaum ein anderer verkörpert Sebastian Hinze die Marschroute, von Spiel zu Spiel zu denken und die hundertprozentige Konzentration dem nächsten Gegner zu schenken. Wie gut das in dieser Saison funktioniert, ist nicht sensationell, aber doch überraschend. Der BHC hatte in den jüngsten Partien immer auf alle taktischen Varianten des Gegners die passende Antwort. Es spricht wenig dafür, dass dies in Rostock anders sein könnte.

2. Handball-Bundesliga: HC Empor Rostock — Bergischer HC (Sonntag, 16.30 Uhr, Scandlines-Arena).

(RP/url)