Bergischer Hc: Gegen den besten Bittenfelder Freund

Bergischer Hc : Gegen den besten Bittenfelder Freund

Gegen den TV Bittenfeld hat der Bergische HC die Chance, einen weiteren großen Schritt in Richtung Erste Liga zu gehen. Die Aufgabe ist jedoch schwer – obwohl die Bittenfelder Handballer auswärts bislang wenig Erfolg hatten.

Gegen den TV Bittenfeld hat der Bergische HC die Chance, einen weiteren großen Schritt in Richtung Erste Liga zu gehen. Die Aufgabe ist jedoch schwer — obwohl die Bittenfelder Handballer auswärts bislang wenig Erfolg hatten.

Arnor Gunnarsson freut sich auf Sonntag. Für den Rechtsaußen des Bergischen HC stellt die Zweitliga-Partie gegen den TV Bittenfeld etwas ganz Besonderes dar. Schließlich hat der 25-Jährige in den vergangenen beiden Spielzeiten dort gespielt. "Ich kenne 80 Prozent der Bittenfelder Spieler und natürlich Trainer Günter Schweikardt", meint Gunnarsson. Deswegen weiß der Isländer, was ihn und den BHC in der Unihalle erwartet. "Bittenfeld wird Tempohandball spielen, häufig die Schnelle Mitte wählen und versuchen, viele Gegenstöße zu laufen." Die Löwen werden also versuchen, die Gäste einzubremsen. "Mit einem effektiven Angriffsspiel, um Ballverluste zu vermeiden", wie Trainer Sebastian Hinze es beschreibt.

Obwohl auch der BHC auf Ballgewinne in der Abwehr und daraus resultierende Gegenstöße setzt, sieht Hinze die Spielanlagen sehr unterschiedlich: "Die Bittenfelder setzen auf mehrere Abwehrsysteme. Mal spielen sie eine 6:0-, mal eine 5:1-Deckung, oder sie nehmen einen bestimmten Akteur aus dem Spiel". Deshalb sei es schwer, sich auf den Gegner einzustellen. Der Schlüssel zum BHC-Sieg dürfte aber erneut der gleiche sein. "Wenn wir gut in der Abwehr stehen, werden wir dieses Spiel gewinnen", ist sich Arnor Gunnarsson sicher. "Dann kommen wir auf den Außenpositionen zu vielen einfachen Toren."

Wie stark die Gäste am Sonntag tatsächlich auftreten, ist völlig offen. Zwar steht die Mannschaft mit sieben Minuspunkten auf einem guten fünften Platz, hat aber von ihren fünf Auswärtsspielen nur eines gewonnen. Vor heimischer Kulisse hingegen ist der TVB eine Macht. "Diesen Bonus haben wir am Sonntag", schaut Gunnarsson voraus. "Mit einem guten Publikum im Rücken, sehe ich uns im Vorteil." Ob der Handballer gegen seine Ex-Kollegen einen Trumpf in der Hand hat? "Das kann ich erst am Sonntag sagen, wenn ich die Atmosphäre in der Halle spüre. Aber vielleicht wird es mir schon ein bisschen leid tun, wenn ich gegen Daniel Sdunek treffe."

Mit dem Torhüter war der Linkshänder in Bittenfeld besonders gut befreundet. "Und mit Tobias Schimmelbauer. Er war mein bester Freund dort." Ausgerechnet auf ihn wird Gunnarsson vermutlich in der Abwehr treffen. Schimmelbauer spielt schließlich Linksaußen.

Alle kennt der Isländer in Bittenfeld aber auch nicht. Der Verein hat sich im Sommer mit zahlreichen Erstliga-Spielern verstärkt. Michael Schweikardt, Lars Friedrich und Peter Jungwirth haben sogar in der vergangenen Saison noch im Oberhaus gespielt. "Sie wollen gerne aufsteigen", weiß Gunnarsson. Deshalb steht der BHC vor einem schweren Stück Arbeit und hat die Chance, einen direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze auf Distanz zu halten. Fit sind soweit alle. "Nur Max hatte ein paar Probleme mit dem Knie. Aber ich denke, das haben wir im Griff", sagt Sebastian Hinze.

(trd)