Bergischer Hc: Nichts bringt den BHC aus dem Konzept

Bergischer Hc : Nichts bringt den BHC aus dem Konzept

Handball-Zweitligist Bergischer HC trotz der körperlichen Härte und gewinnt bei Eintracht Hildesheim mit 31:28 (17:15).

Mit dieser körperlichen Präsenz war der Bergische HC in den jüngsten Meisterschaftsspielen nicht konfrontiert worden. Das Abwehr-Sextett von Eintracht Hildesheim zeigte von Beginn an, dass es alles daran setzte, um dem letztjährigen Erstliga-Konkurrenten den Schneid abzukaufen. Kristian Nippes beispielsweise bekam das zu spüren, ganz besonders aber Max Weiß. Weder die frühen Gelben Karten noch die Zeitstrafe gegen Milan Weißbach (5.) ließen die Niedersachsen von ihrem Konzept abrücken, schließlich zeigte die Spielweise beim BHC Wirkung.

Nach der 3:1-Führung fehlte dem BHC für eine kurze Phase die Bewegung in der Offensive. Die Fehlversuche und Ballverluste waren programmiert. Drei Fehler, drei Gegentreffer per Tempogegenstoß oder Zweiter Welle – die Hildesheimer gingen mit 4:3 in Front und hatten damit ins Spiel gefunden (9.). Es dauerte vier weitere Minuten, bis auch die Löwen in der Sparkassen-Arena angekommen waren. Ein präziser Abschluss von Viktor Szilagyi, ein Tempogegenstoß von Christian Hoße gaben Sicherheit und führtem zum 6:6 (13.). Schlüsselszene der ersten Hälfte aber war der Treffer von Max Weiß zum 7:7 und die damit verbundene Zeitstrafe gegen Benjamin Meschke. Es hatte fortan an den Anschein, als ob die Hildesheimer zurückhaltender agierten, weil sie sich nun mehr unter der Beobachtung der beiden Schiedsrichter fühlten. Die neuen Freiräume nutzen Emil Berggren und Jiri Vitek aus, oder aber Max Weiß wurde am Kreis als Abnehmer gefunden.

Die Gastgeber hingegen waren zwölf Minuten lang nur per Siebenmeter erfolgreich. Der herausgespielte Vier-Tore-Vorsprung hielt so lange, ehe Michael Qvist von einem Ausrutscher Arnor Gunnarssons profitierte und mit einem seiner zahlreichen Sololäufe wieder aus dem laufenden Spiel zur Stelle war (22./10:13). Der flinke Rückraumakteur legte mehrfach nach und hielt die Eintracht in Reichweite.

Mit Wiederbeginn hatte Kristian Nippes den bis dahin siebenfachen Torschützen zwar an die Kette gelegt, trotzdem musste der BHC bangen, erneut in Rückstand zu geraten. Erst als die Kräfte beim Kontrahenten schwanden und Konstantin Chantziaras zweimal in Folge den Ball knapp neben das Gehäuse setzte, sorgte Viktor Szilagyi ähnlich wie zuletzt in Saarlouis mit zwei Würfen aus der Distanz und zwei verwandelten Siebenmetern für die Entscheidung. Unterstützung bekam der Mittelmann bei der Sechs-Tore-Serie ab der 45. Minute von Emil Berggren, der zwei Treffer beisteuerte. Nach Max Weiß' 29:23 (55.) durften die rund 150 mitgereisten Fans ohne Gefahr die "Auswärtssieg"-Gesänge anstimmen.

(RP)