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Solingen: Entwarnung nach Sturm Xynthia

Solingen : Entwarnung nach Sturm Xynthia

Entwarnung nach Xynthia – als Frank-Michael Fischer gestern die Einsatzberichte seiner Leute durchschaute, da entspannten sich die Züge des Feuerwehr-Chefs merklich.

Entwarnung nach Xynthia — als Frank-Michael Fischer gestern die Einsatzberichte seiner Leute durchschaute, da entspannten sich die Züge des Feuerwehr-Chefs merklich.

"Es gab keine Verletzten", bilanzierte Fischer, nachdem Sturm Xynthia am Tag zuvor über Solingen hinweggezogen war. Und in der Stadt weniger Schäden anrichtete als woanders. 93 Mal musste die Feuerwehr ausrücken. Aber es blieb bei Sachschäden. So registrierte man entwurzelte Bäume in Ohligs, Widdert, auf der Korkenziehertrasse und im Botanischen Garten. Ein Baum begrub ein geparktes Auto unter sich. Gefahr für Waldspaziergänger besteht aber laut Stadt nicht. Darüber hinaus hielten ein paar Dächer nicht stand. "Doch im Vergleich zu Kyrill blieb es ruhig", verglich Fischer den Sturm mit der Katastrophe, die Januar 2007 auch in Solingen eine Schneise der Verwüstung geschlagen hatte. Damals gab es über 500 Polizei- und Feruerwehreinsätze, drei Menschen wurden verletzt.

Gleichwohl, harmlos kam Xynthia auch nicht daher. So waren gestern Dachdecker gefragte Leute. An der Hauptstraße hatten sich an einem Haus zum Beispiel Dachpfannen gelöst, und nachdem an der Kölner Straße ein halbes Dach runtergekommen war, musste die Stadt den Fußweg zwischen Lutherkirche und Forum Produktdesign sperren. Der alte Bahnhof ließ sich also für einige Stunden auf dem Weg nicht erreichen, was für die noch in Betrieb befindlichen Bahnstationen gleichermaßen galt. Am Sonntag stellte die Bahn den Zugverkehr auf den Strecken des Müngsteners sowie der S 1 ein. "Gegen 23 Uhr kam der Fernverkehr wieder ans Rollen", erklärte gestern ein Bahnsprecher, der fortfuhr, die regionalen Verbindungen seien im Lauf der Nacht von Sonntag auf Montag ebenso neu aufgenommen worden.

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Gegen acht Uhr morgens liefen die Züge wieder fahrplanmäßig, was früher bereits für die Busse der Stadtwerke (SWS) galt. Hier war es nur auf der Linie 683 zu Komplikationen gekommen, als Bäume auf der Burger Landstraße auf die Oberleitung gestürzt waren. Die SWS setzten Dieselbusse ein, die über Müngsten und Remscheid nach Unterburg fuhren. An der Kreuzung Aufderhöher Straße / Löhdorfer Straße drohte eine Ampel auf die Oberleitung zu stürzen. Da dies aber rechtzeitig erkannt wurde, konnte Schlimmeres verhindert werden.

(RP)