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Handball: Wichtiges Sprinter-Tor

Handball : Wichtiges Sprinter-Tor

Geduldig in der Offensive erarbeitete sich der Bergische HC beim TuSpo Obernburg seinen vierten echten Auswärtssieg (27:19). Dank eines abermaligen Ausrutschers des TV Hüttenberg kletterten die Löwen auf Platz drei.

Der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Ein Pass ins Leere da, ein Fehlwurf hier. Eine Torhüter-Parade auf der einen Seite, eine Glanztat auf der anderen. In lang vorgetragenen Angriffen mühten sich Mitte der ersten Halbzeit sowohl der Bergische HC als auch der TuSpo Obernburg gegen die jeweils bewegliche Abwehrreihe des anderen. In der Höhepunkt armen Begegnung der 2. Handball-Bundesliga hatten die Löwen bis zu diesem Zeitpunkt immerhin schon acht Mal Milos Hacko zwischen den Pfosten bezwungen. Die Gastgeber hingegen waren erst vier Mal an Jan Stochl vorbeigekommen. Der BHC-Keeper hatte mit vier Paraden in den acht Anfangsminuten dafür gesorgt, dass es die Obernburger gegen ihn immer präziser machen wollten – und dann am Aluminium scheiterten oder einen Siebenmeter um Zentimeter über die Latte beförderten.

Kenneth Klevs Fehlversuch nach einem Tempogegenstoß (16.) leitete eine neunminütige Phase ohne Feldtor ein, die nur durch den von Jens Reinarz verwandelten Siebenmeter (21. / 9:4) unterbrochen wurde. TuSpo-Coach Christoph Barthel witterte eine Chance, dem Spiel mit einer Auszeit eine neue Wendung zu geben. Als dann auch noch Jiri Vitek der Ball nach einem Schrittfehler an der Hand kleben blieb und Hannes Volk ihm das verharzte Spielgerät für die Schiedsrichter nicht sichtbar in Richtung Seitenlinie von den Fingern schlug, wurde der verdatterte Tscheche wegen Spielverzögerung für Zwei Minuten auf die Bank geschickt.

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Jurai Niznans 5:9-Anschlusstreffer (24.) veranlasste Christoph Barthel zum taktischen Versuch, die Löwen beim Anwurf mit einer offenen Manndeckung zu überraschen. Und plötzlich ging alles ganz schnell. Zu schnell für die sichtlich überraschten Obernburger. Geistesgegenwärtig hatte BHC-Coach Ha De Schmitz Sebastian Hinze an die Mannschaftsbank gelotst und den unmittelbar an der Wechselzone sitzenden Tim Henkel aufs Feld geschickt. Mit dem Anwurfpass von Kristoffer Moen in den Lauf bedient dribbelte der Rechtsaußen wie ein 100 Meter-Sprinter über das halbe Spielfeld. Sein direkter Gegenspieler Jurai Niznan lief erfolglos hinterher und schaffte es nicht, Henkel am Abschluss entscheidend zu hindern. Mit dem 10:5 sowie den unmittelbar folgenden Schnellangriff-Treffern von Jens Reinarz und Sebastian Aschenbroich war das gerade aufkeimende Fünkchen Obernburger Hoffnung auch schon wieder erloschen.

Zehntes Gegentor in 45. Minute

Fortan plätscherte die weiterhin von beiden Abwehrreihen geprägte Begegnung ohne nennenswerte Höhepunkte in der Offensive dahin. Die Bergischen präsentierten sich clever genug, um ihren Vorsprung ungefährdet zu transportieren. Erst in der 46. Minute ließ Jan Stochl den zehnten Obernburger Treffer zu. Und so feierte der neue Tabellendritte – der Sieg zum Rückrunden-Auftakt gegen den Leichlinger TV in der Klingenhalle ausgeklammert – ungefährdet seinen vierten echten Auswärtssieg.

(RP)