Rommerskirchen: Die Junge Union will ein Jugendtaxi testen lassen

Rommerskirchen: Die Junge Union will ein Jugendtaxi testen lassen

Junge Rommerskirchener teilen sich abends ein Taxi und die Gemeinde zahlt die Hälfte des Fahrpreises. Geht es nach der Jungen Union (JU), soll das bald möglich sein. Entstanden und erprobt ist die Idee in der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Hachenburg. Seit 2011 werden dort Taxifahrten von Jugendlichen bezuschusst, die im Verbandsgebiet wohnen. Und das funktioniert so: Im Taxi müssen die Jugendlichen einen Mitfahrschein ausfüllen und am Ende der Fahrt den halben Fahrpreis zahlen. Die Abrechnung erfolgt über die Taxi-Unternehmen direkt mit der Verbandsgemeinde. Das Angebot steht den Jugendlichen (zwischen 14 und 21 Jahren) am Wochenende und vor Feiertagen von 20 bis 5 Uhr sowie von Sonntag auf Montag und an Feiertagen jeweils von 20 Uhr bis 24 Uhr zur Verfügung. Für eine Flächengemeinde wie Rommerskirchen mit seinen 16 Ortschaften sei das Jugendtaxi eine gute Ergänzung zu dem in Entwicklung befindlichen Roki-Bus-Konzept, da dieses kaum spätabendliche und nächtliche Verbindungen in alle Ortschaften vorsehen könne. Zudem könne dem Sicherheitsbedürfnis der Eltern Rechnung getragen werden, die ihre Kinder ungern im Dunkeln über Feldwege fahren oder gehen lassen.

Die JU schlägt vor, das Jugendtaxi als zunächst befristetes Angebot zu testen. So könne die Resonanz bei nur geringen Kosten geprüft werden. Zudem würde die politische Nachwuchsorganisation begrüßen, wenn die Verwaltung Gespräche über Rahmenverträge mit den örtlichen Taxiunternehmen aufnähme. Missbrauch durch übermäßige Einzelfahrten befürchtet die JU nicht.

Dem beuge der Selbstkostenanteil vor. Zu prüfen sei auch eine Kooperation mit der Stadt Grevenbroich, denn auch dort möchte die JU das Jugendtaxi bald an den Start bringen. Für ihr Anliegen wirbt sie natürlich auch bei Facebook und zwar unter der Parole "Wir wollen das Jugendtaxi in Roki & GV".

  • Kevelaer : Längst über Grenzen hinweg

"In der nächsten CDU-Fraktionssitzung werden wir das Thema aufgreifen und über einen entsprechenden Antrag für den Rat beraten. Ich bin zuversichtlich, dass der Vorschlag der JU auf Zustimmung stoßen wird", meint CDU-Chef Michael Willmann.

(NGZ)