Spektakel-Weihnachtsmarkt in Rheinberg lockte mit heimeliger Atmosphäre

Heimeliger Weihnachtsmarkt in Rheinberg : Viel Spektakel zum dritten Advent

Bereits zum 22. Mal fand der heimelige Weihnachtsmarkt rund um die evangelische Kirche in Rheinberg statt.

Rund 30 Weihnachtshäuschen schmiegen sich rund um die evangelische Kirche, laden zum Stöbern und Fachsimpeln ein. Mancher wird bei diesen originellen handgefertigten Angeboten schnell fündig, denn auch in diesem Jahr ist Qualität das oberste Gebot. Die 22. Ausgabe des Rheinberger Weihnachtsmarktes, ausgerichtet von der Veranstaltergemeinschaft Spektakel, weiß auch diesmal mit seinem Lichterglanz, dem Budenzauber und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm Alt und Jung zu faszinieren.

Von nun an sind die Tage bis zum Fest nicht mehr viele, der Countdown läuft. Wer dabei alles richtig macht, kann sich entspannt freuen. Das fängt beispielsweise mit dem Kauf des passenden Weihnachtsbaumes an. Vor dem Eingang zum Kirchgarten hat die Katholische junge Gemeinde (KjG) ihren Posten bezogen. Über 300 Weihnachtsbäume wollen die Jugendlichen verkaufen. „Die Hälfte ist schon weg“, erzählt Hannah (20). Die Preise richten sich nach der Größe und liegen zwischen 25 und 60 Euro, inklusive Lieferservice. Noch am Abend bringen die Jugendlichen die Bäume zu den Käufern nach Hause.

Dass am Samstag das Wetter eher nicht mitspielt – Regen, Wind und am Vormittag sogar Böen bringt – stört die Besucher eher nicht. „Da zieht man sich entsprechend an“, erklärt das Ehepaar Wolf aus Rheinberg, das für die Enkelkinder nach Präsenten Ausschau gehalten hat.

Gute Stimmung trotz gelegentlichen Regens herrschte am Samstagabend auch vor der Bühne, während die Band „Doris D“ zum Tanzen animierte. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Der Sonntag entschädigte dafür dann aber wieder. Die rund 30 Aussteller hatten sich wieder jede Menge einfallen lassen, diesen Weihnachtsmarkt attraktiv zu machen. „Wir setzen auf Qualität und am liebsten auf handgefertigte Waren“, sagt die Spektakel-Vorsitzende Corinna Gribl. Bereits im Frühjahr bewerben sich die Aussteller, stellen sich vor. Andere wiederum gehören zum „Stamm“, die beispielsweise mit ihren liebevoll gestalteten Holzarbeiten in Rheinberg ihre Stammkunden begrüßen können. „Bei uns gehört der Mix von Altbewährtem und trendig Kreativem zum Erfolgskonzept“, so Corinna Gribel.

Aufgeschlossen für neue Ideen ist sie dabei immer. „Es muss aber passen“, so Gribel. Über Tage haben die 17 Partner, wie Ehrenamtler, Jugendgruppen und Vereine, tatkräftig beim Aufbau geholfen, haben bei der Ausgabe der herzhaften Leckereien unterstützt.

Steffi (v.l.), Sonja und Henry, allesamt Mitglieder des Mofaclubs MMC Lagerschaden, verteilten Geschenke an die Kinder und verbreiteten gute Laune. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Auch in diesem Jahr gaben die Mitglieder des Mofa- und Mopedclubs (MMC) Lagerschaden im Niklausoutfit und ihren mit Lichterketten geschmückten Zweitaktern dem Ganzen nostalgischen Charme. Gleichzeitig verteilten sie an Kinder Süßigkeiten.

Besucher wie Aussteller schwärmten von der Atmosphäre des Weihnachtsmarktes. „Alles ist handgemacht und weit entfernt von kommerziellen Anbietern. Einfach sehr heimelig“, so die Moerser Ausstellerin Sabine Chrastek, die mit Wichtellampen und Filzdosen, in denen Geheimnisse gut aufgehoben sind, für Aufmerksamkeit sorgte.

Ähnlich Ingrid Hüsch, die für die Vogelwelt dekorative Futterkuchen kreiert hat, „mit allem, was die Vögel im Winter mögen“, sagte sie zu den Zutaten. Christiane Ix und Silvia Verhufen verarbeiten Kaffeesäcke zu Taschen, bieten dazu einen Kaffeelikör an. Karina Gericke setzt auf Hundekekse wie witzige Accessoires, Familie Schmitt auf Utensilien aus Holz, wie Flaschenöffner, Kerzenhalter und allerlei Dekorativem. Erstmals dabei sind Elternbeirat und Förderverein vom St.-Anna-Kindergarten. „Wir haben im Vorfeld überlegt, was wir mit den Kindern und Eltern gemeinsam für den Markt herstellen können“, sagen Sabrina Worchoch und Carina Krolow. Das Resultat kann sich mit Kräutersalzen, Marmeladen, Holzarbeiten und pflegender Körperbutter sehen lassen.

Trotz regnerischen Wetters herrschte bei einsetzender Dämmerung am Samstagabend nochmals richtig Betrieb, vor allem vor der Bühne. Erstmals gab es weißen und roten Glühwein vom Winzer. Zum Kaffeeplausch lud der Pavillon ein. An beiden Tagen stimmte das Bühnenprogramm mit Musik aller Richtungen, von weltlich über besinnlich bis christlich, auf das Adventswochenende ein. Die Kinder freuten sich über ein Puppentheater.