Rheinberg: Amplonianer glänzt mit ungewöhnlicher Mathe-Facharbeit

Rheinberg: Mathe-Ass glänzt mit Facharbeit über GPS

Der 18-jährige Nils Schönke vom Amplonius-Gymnasiums erstaunte selbst seinen Mathemariklehrer.

Nils Schönke ist ehrgeizig und selbstbewusst. Der 18-Jährige besucht die Jahrgangsstufe 11 des Amplonius-Gymnasiums. Er interessiert sich besonders für Mathematik und Astronomie,  und  eine „Eins-Komma“ im Abi-Schnitt „wäre schön“, erzählt der Amplonianer. Mit einer Facharbeit in seinem Leistungskursfach Mathematik (die Schulleiter Marcus Padtberg als „hervorragend bewertet) wollte er sich für den angepeilten Schnitt „eine gute Basis schaffen“.

Nils setzte sich dabei mit dem Global Positioning System (GPS) auseinander. Durch drei sich kreuzende GPS-Wellen wird ein Schnittpunkt bestimmt und dieser Schnittpunkt ist die Position eines Ortes. Mit GPS kann man jeden Standort bestimmen, zum Beispiel den des Amplonius-Gymnasiums. „Anfangs war es schwierig“, berichtet der Schüler, aber mit geeigneter Fachliteratur aus der Stadtbibliothek sei der Einstieg leichter. Nicht nur das, mit seiner Facharbeit „Global Positioning System“ nimmt Nils Schönke am Facharbeitenwettbewerb der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf teil.

Schulleiter Marcus Padtberg ist stolz. Der „Seiteneinsteiger“, der 2016 von der Realschule zum Amplonius kam, sei ein „Paradebeispiel dafür, dass der Übergang von Realschule zum Gymnasium klappt“. Der Schulleiter hofft, dass noch mehr Schüler den Weg so gut meistern wie Nils, denn das ist „für uns als Schule besonders“, erklärt Marcus Padtberg.

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Auch Mathematiklehrer Sebastian Voigt war begeistert von der Arbeit seines Schülers und zeichnete ihn mit der Note 1 aus. Die Reaktionen der Mitschüler waren unterschiedlich, aber die meisten fanden seine Arbeit interessant und viele fragten sich, wie er diese Arbeit wohl auf die Beine gestellt hat. Ganz viel Fleiß, Engagement und mathematisches Interesse stecken dahinter.

Wohin seine Zukunft ihn bringt, kann das GPS ihm nicht verraten, Nils würde nach dem Abitur aber gerne Jura studieren. Sein Traum ist es, später einmal im Oberlandesgericht als Richter zu arbeiten. Hoffentlich hat er da genauso viel Erfolg wie bei seiner Facharbeit.

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