Rheinberg: Versicherung will nach Vandalismus am Skaterhäuschen in Alpsray nicht zahlen.

Rheinberg: Vandalismus: Versicherung winkt ab

Trägerverein Bürgerzentrum Alpsray befürchtet, auf 4000 Euro sitzen zu bleiben.

Der Trägerverein Bürgerzentrum Alpsray befürchtet, auf Kosten von 4000 Euro sitzen zu bleiben. „Wir sind fest davon ausgegangen, dass unsere Versicherung uns das Geld erstattet“, sagt Hans-Peter Götzen, 1. Vorsitzender des Trägervereins, der auch für die Skateranlage mit Gerätehaus und  Basketballplatz zuständig ist.

Im Mai ärgerte sich der rührige Verein einmal mehr über Vandalismusschäden. Damals hatten Unbekannte das Holzhäuschen kurz und klein geschlagen, hatten Schäden am Dach angerichtet, die Tür ebenso wie das Fenster samt Sicherungsplatte herausgerissen, das Inventar auf dem Gelände verteilt und die gesamte Anlage mit Farbe beschmiert (wir berichteten).

Künstler haben das Häuschen im Picasso-Stil neu bemalt. Foto: Hans-Peter Götzen

Weil so was schon mehrfach vorgekommen ist, dachte Götzen zunächst laut darüber nach, die komplette Anlage abzureißen. „Wir versuchen ehrenamtlich, Angebote für die  Jugend im Ort zu machen. Aber wir lassen uns nicht zum Narren machen“, sagte er damals. Doch er änderte seine Meinung und bekam Unterstützung von den Rheinberger  Jungsozialisten. Sie heuerten zwei Kunststudenten an, die das Holzhaus im Picasso-Stil neu bemalten.

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Doch jetzt droht neuer Ärger. Götzen: „Ich habe mich am 15. Mai an die Polizeiwache gewandt und habe Anzeige erstattet. Zwei Polizeibeamte haben sich die Skateranlage angeschaut. Auch ein Gutachter der Versicherung war vor Ort und hat uns Hoffnung gemacht, dass wir den Schaden ersetzt bekommen. Jetzt heißt es plötzlich: Reiner Vandalismus ist nicht  mitversichert – nur in Verbindung mit Einbruch oder versuchtem Einbruch.“

Für Götzen ist allerdings klar: „Selbstverständlich war das ein Einbruch.“ Doch Telefonate mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Versicherung brachten bisher nicht den gewünschten Erfolg. Vor allem die Polizei kann Götzen nicht verstehen: „Aufgrund der deutlich sichtbaren Schäden verstehen wir die Einschätzung der Polizei nicht, dass es sich nicht um einen Einbruch handeln soll.“

Timm  Wandel, Pressesprecher der Polizei, ist der Sache nachgegangen und sagt: „Herr Götzen hat am 15. Mai in der Polizeiwache Rheinberg eine Anzeige auf Sachbeschädigung gestellt. Von Einbruch ist da keine Rede, allerdings gibt es Hinweise darauf, dass Tür und Fenster herausgerissen wurden.“ Inzwischen liege der Vorgang bei der Staatsanwaltschaft.