Rheinberg: Bürger-Solar-Genossen freuen sich über Plus von elf Prozent

Rheinberg: Bürger-Solar mit guter Strom-Ernte

Generalversammlung: Genossen freuen sich über ein Plus von gut elf Prozent

„Bürger-Solar“ Rheinberg spannte die Sonne im letzten Geschäftsjahr bei der Stromerzeugung deutlich erfolgreicher ein als im vorangegangenen Abrechnungszeitraum. Bei ihrer Generalversammlung freuten sich die Solar-Genossen jetzt über ein Plus von immerhin gut elf Prozent bei der „Strom-Ernte“ ihrer beiden Anlagen am Rheinberger Schulzentrum und auf dem Amplonius-Gymnasium.

Und das, obwohl mit dem Dezember 2017 der dunkelste Monat seit langem im Geschäftsjahr lag. Zur Erinnerung: Nach den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes kam der letzte Monat des vorigen Jahres in Nordrhein-Westfalen mit nur wenig mehr als zehn Sonnenstunden nur auf 33 Prozent des Solls (37 Stunden). Damit war das Land zwischen Rhein und Weser das sonnenscheinärmste Bundesland und der Dezember hier nach 1993 der sonnenärmste seit Beginn der Messungen 1951.

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Der Zuwachs bei „Bürger-Solar“ Rheinberg verliert allerdings ein wenig von seinem Glanz angesichts der Tatsache, dass er von einer extrem niedrigen Basis erfolgt: Im Geschäftsjahr hatten technische Probleme den Ertrag massiv einbrechen lassen. Auch das jetzt abgehakte Jahr verlief in dieser Hinsicht nicht komplikationslos. Ein enger geknüpftes Alarmsystem half nun jedoch dabei, Pannen schneller beheben zu können. Die gestiegenen Einnahmen auf der einen Seite und niedrigere Ausgaben dank einer Sondertilgung bei den Verbindlichkeiten führten unter dem Strich zu einem Überschuss, der den Genossenschaftsmitgliedern eine Dividende von 2,5 Prozent auf die Geschäftsguthaben einbringt. „Das ist gewiss nicht üppig“, räumte Dieter Paus als Vorsitzender des Aufsichtsrates ein, „aber angesichts des aktuellen Zinsumfeldes durchaus noch ansehnlich“.

Bei aller gebotenen Zurückhaltung sind die Chancen gut, dass die Bilanz bei „Bürger-Solar“ Rheinberg im nächsten Jahresbericht noch deutlich glänzender ausfällt: „Wir hatten einen tollen Mai“, berichtete Jens Harnack als Mitglied des Vorstands-Trios in der Generalversammlung von erfreulichen Produktionszahlen. Und auch im Juni spielte die Sonne beileibe nicht Verstecken mit den Niederrheinern.

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