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Anwohnergemeinschaft droht Straßen-Proteste an: Trotz Verbot: Lastwagen lärmen in Lank-Latum

Anwohnergemeinschaft droht Straßen-Proteste an : Trotz Verbot: Lastwagen lärmen in Lank-Latum

Nach Eröffnung der Niederrheinbrücke braust der Schwerlastverkehr wieder verstärkt durch Lank-Latum Richtung Krefelder Hafen. Dabei ist die Uerdinger Straße für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt. Die Anwohner sind nun nicht länger bereit, die Zunahme von Lärm, Schmutz und Gefahren hinzunehmen. Was das bedeutet, können Politiker und Verwaltungsbeamte in den Archiven nachlesen.

"Sollten die Behörden und die örtliche Politik weiter untätig bleiben und die laufenden Verkehrsverstöße ohne Kontrollen akzeptieren, dann sind wir Lank-Latumer Bürger fest entschlossen, schon im Herbst wieder auf die Straße zu gehen, um zu demonstrieren", kündigte Anni Golschinski jetzt an. Die Sprecherin der Anliegergemeinschaft Uerdinger Straße war schon im September 1993 Initiatorin einer Demonstration auf der damaligen Bundesstraße 222.

Mehr als 400 Männer, Frauen und Kinder folgten damals ihrem Aufruf und zogen mit Transparenten vor die Tür, um eine Abstufung der B 222 zur Gemeindestraße zu erreichen. 13.000 Autos waren täglich auf dem Streckenabschnitt durch den nördlichsten Meerbuscher Stadtteil unterwegs. Weit über 70 Prozent betrug der Anteil des Schwerlastverkehrs, der den Krefelder Hafen als Ziel oder Quelle hatte.

"Bekanntlich ist es uns Bürgern zunächst gegen den Widerstand der Verwaltung durch massive Proteste gelungen, sowohl die Sperrung der Ortsdurchfahrt für Lkw als auch Tempo 30 durchzusetzen", sagte Anni Golschinski. Die spätere Umgestaltung der Uerdinger Straße und der Bau der Kreisverkehre habe zwar nicht die uneingeschränkte Zustimmung gefunden, aber dennoch die Anwohner erfreut, weil dadurch der auswärtige Durchgangsverkehr zurückgedrängt werden konnte.

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Den damaligen Protesten schlossen sich unter anderem der frühere Landtags-Vizepräsident Dr. Hans-Ulrich Klose und Bürgermeister Rolf Hapke an. Jetzt fehlt es Anni Golschinski an entsprechender Aufmerksamkeit für das gemeinsame Anliegen der Anwohner. "Trotz zahlreicher Hinweise auf die Zustände bleiben die Behörden nach unserer Beobachtung hinsichtlichen Kontrollen der Geschwindigkeit und der Lkw untätig."

Sie hält zum Beispiel eine erneute Verkehrszählung für zweckmäßig, um die "enorme Belastung mit reellen Daten untermauern" zu können. "Unsere Nachtruhe ist nachhaltig gestört, die Unfallgefahr gestiegen." sti

(NGZ)