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CD-Tipp: Der Junge mit der Gitarre: Meer sehn

CD-Tipp : Der Junge mit der Gitarre: Meer sehn

Es ist sicherlich ungewöhnlich, in dieser Rubrik eine Maxi-Single als "CD der Woche" zu besprechen, doch dieses eine Lied (abgesehen von sechs Remixen) ist es einfach diese paar Zeilen Wert. Dies hat nichts damit zu tun, dass es zurzeit keine guten Longplay-CDs gibt - erinnert sei nur an die großartige neue Oasis-Platte "Heathen Chemistry" oder die Doves mit "The Last Broadcast", die wahrscheinlich jedes Radiohead Album mit Leichtigkeit in den Schatten stellt.

Doch nun ist die Zeit für den Mann mit einem der ungewöhnlichsten Namen im Musik Business gekommen. "Der Junge mit der Gitarre" nennt sich der Hamburger, der mit nur einem Song einen wahren Hype auslöste. Dies ist so ziemlich der erste Hype der Musikpresse und Radiostation seit langem, den es vollkommen zu unterstützen gilt.

Der Song, der für überschwängliche Reaktionen sorgte, nennt sich "Meer sehn" und ist eigentlich nicht der spektakulärste, den man je gehört hat, doch allein die Stimme von dem "Jungen mit der Gitarre" und die wunderschöne Melodie reichen aus, um in allen Gehörgängen zu verweilen. Selbst eine Charlotte Roche (Fast Foreward/ Viva), die sich mit positiver Kritik an vielen Musikern eher zurückhält (mit Ausnahme von Oasis natürlich), ließ sich zu dem Kommentar "Dieser Song hat meinen Sommer gerettet, der alternative Sommerhit des Jahres" hinreißen.

Die sechs Remixe des Songs sind zum Teil eher Füllmaterial, zum Teil jedoch wirkliche Überraschungen, die mit der Qualität des Originals durchaus mithalten können. Erstes Highlight der Remixe ist der DJ Rabauke-Mix. Rabauke ist vielen wahrscheinlich eher durch seine Zusammenarbeit mit Dendemann von "Eins Zwo" bekannt, doch trat er schon häufiger als Remixer in Erscheinung.

  • Alexander Hauptmann, SC Kapellen.⇥Foto: HW
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Sein großartiger Remix des Stücks "Graue Wolken" von Blumfeld hat gezeigt, dass Rabauke nicht in der Hip-Hop-Schiene festgefahren ist, sondern Songs aller Musikrichtungen mixen und verfeinern kann. Sein Mix ist auch bei "Meer sehn" sehr zurückgenommen ausgefallen, was das den Titeltrack nochmals in einer anderen Version zeigt. Der zweite sehr gelungene Mix ist der "Mister B Mix".

Hier wurde "Meer sehn" als A-Capella Version nur von Meeresrauschen begleitet aufgenommen und ist fast noch schöner als das Original. Wer sechs Euro gut investieren möchte, sollte sich diese Platte unbedingt besorgen. bisch

(NGZ)