Jüchen : Umbau für U3-Betreuung

In der Kelzenberger "Rappelkiste" sollen noch in diesem Jahr die Bagger anrollen. Das älteste Kita-Gebäude in der Gemeinde soll umgebaut werden. Investitionsvolumen: rund 400 000 Euro. Weitere Umbauprojekte sind geplant.

Aufatmen bei der Gemeindeverwaltung, beim Kreisjugendamt und in der kommunalen Kindertagesstätte "Rappelkiste": Das Geld für den Umbau ist bewilligt. Jetzt wird der Landschaftsverband 238 000 Euro für das Projekt zur Verfügung stellen.

55 500 Euro wird der Rhein-Kreis Neuss in die Modernisierten und den Umbau für die U3-Betreuung stecken, den Rest stemmt die Gemeinde Jüchen. "Einen genauen Starttermin haben wir zwar zurzeit noch nicht, aber wir werden noch in diesem Jahr mit der Maßnahme beginnen", sagt Antonius Berheide (55), beim Kreisjugendamt zuständig für Kindertagespflege.

In Jüchen läuft der Countdown bis 2013: Dann gilt für Eltern der Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder unter drei Jahren — in einer Einrichtung oder mit Tageseltern. "In Jüchen, aber auch in Rommerskirchen und Korschenbroich, können wir beim Jugendamt sehr zufrieden sein", sagt Antonius Berheide.

Bisher gibt es bereits für rund 27 Prozent der Kinder Betreuungsangebote — damit liegt Jüchen über dem Landesschnitt. In zwei Jahren soll die angestrebte Versorgungsquote von 35 Prozent erreicht sein. Berheide schätzt die Situation für Jüchen positiv ein: "Das werden wir schaffen" — unter der Voraussetzung, dass bis dahin alle Baumaßnahmen ausgeführt sind. Neben Kelzenberg wird noch in der kommunalen Kita Garzwiler sowie in den katholischen Einrichtungen in Jüchen und Otzenrath umgebaut.

Jürgen Hansen, kommissarischer Leiter der "Rappelkiste", und sein Team freuen sich auf die bevorstehende Erweiterung auf zwei altersgemischte Gruppe: "Die Nachfrage für U3-Betreuung hat zugenommen. Kelzenberg folgt dabei dem allgemeinen Trend", sagt Hansen, der auch die Kita "Sausewind" in Hochneukirch führt.

Was sich mit dem Umbau ändert, erläutert Rathaus-Sprecher Norbert Wolf: "Die Küche wird umgebaut, der Eingang wird auf die andere Seite des Flures verlegt. Auch die WC-Anlage wird verlegt, ein Zimmer für das Team und ein Büro für die Leitung werden geschaffen." Zukünftig werde es eine Toilettenanlage für jede Gruppe geben, zudem auch einen Schlafraum.

"Für die Einrichtung ist der Umbau ein Vorteil: Sie wird dadurch attraktiver und bietet Platz für U3-Kinder", sagt Jürgen Hansen. — Statt 33 Plätzen für Drei- bis Sechsjährige und sieben Plätzen für Jüngere werden künftig zwei kleine altersgemischte Gruppen offenstehen. Nach dem Umbau werden hier 14 Kleinkinder und außerdem 16 Drei- bis Sechsjährige gemeinsam spielen können.

(NGZ/rl)