Jüchen: Landgasthof Kelzenberg wird erweitert

Jüchen: Landgasthof Kelzenberg wird erweitert

Die Pläne stehen, der Bauantrag ist eingereicht: Der Landgasthof Kelzenberg soll auf insgesamt rund 40 Zimmer ausgebaut werden. Dafür wird ein Gebäudetrakt aufgestockt. Etwa 800.000 Euro wollen die Inhaber investieren.

Große Pläne haben Christian Bak und sein Firmenpartner Mustafa Yilmaz für den Landgasthof Kelzenberg. Das Hotel an der Keltenstraße soll um rund 30 Zimmer erweitert werden. Die geplanten Investitionskosten belaufen sich laut Bak auf rund 800.000 Euro.

Bislang stehen in dem Hotel mit Restaurant acht Zimmer für Übernachtungen zur Verfügung - oft zu wenig, wie Christian Bak berichtet. "Die Nachfrage ist groß. In der Woche sind wir fast permanent ausgebucht. Bei uns übernachten Besucher der Düsseldorfer Messe, wir haben Gäste aus Berlin. Und wir haben viele Anfragen nach Zimmern über einen Zeitraum von zehn, zwölf Wochen", erklärt der 52-Jährige. Dabei handele es sich beispielsweise um Programmierer oder um Monteure, die Windkraftanlagen in der Umgebung warten.

Die Nachfrage sei oft größer als das bisherige Hotel-Angebot. Nun soll angebaut werden. Die Lösung: Der Gebäudeteil, in dem sich laut Christian Bak eine stillgelegte oberirdische Kegelbahn befindet, soll zum Teil abgerissen und aufgestockt werden. Auf rund 700 Quadratmetern Nutzfläche sollen auf zwei Etagen rund 30 zusätzliche Zimmer - "überwiegend Einzelzimmer", wie Bak erläutert - entstehen. "Wir haben den Bauantrag beim Kreis eingereicht", auch ein Brandschutzgutachten sei erstellt worden. Etwa im Mai solle der Umbau beginnen, "wenn alles klappt", sagt Bak.

Von der Vervielfachung der Zimmer soll auch das Restaurant mit "internationaler und regionaler deutscher Küche" profitieren. Auch für Tagungen und Feiern gibt es Räume. Elf Mitarbeiter beschäftige das Unternehmen zurzeit, sagt Christian Bak. "Wir möchten mindestens vier weitere einstellen. Und wir haben auch vor auszubilden", kündigt er an.

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Der Landgasthof ist in früheren Jahrzehnten bereits mehrmals erweitert worden, 1990 wurde das Haus "komplett saniert", wie der Inhaber berichtet. Er habe vor 22 Jahren das Haus übernommen. "Damals hatte ich zunächst geplant, es zu Wohnungen umzubauen. Doch dann sah ich die unterirdischen Kegelbahnen, und ich dachte: Das muss ein Lokal bleiben", sagt Christian Bak.

Die Gemeinde Jüchen wies in ihrem Wirtschaftsförderungsbericht auf das Projekt in Kelzenberg hin. "Wir stehen dem positiv gegenüber. Es ist ein Ziel der Politik, den Tourismus in Jüchen zu stärken", erklärt Gemeindesprecher Jürgen Wolf. So viele Übernachtungsmöglichkeitengebe es in der Gemeinde bislang nicht. Der Ausbau des Hotels in Keltenberg sei "eine tolle Ergänzung des bisherigen Übernachtungsangebotes", betont Wolf.

Im vergangenen Jahr war der Planungsausschuss über die Pläne informiert worden. Die Politiker im Ausschuss sprachen sich daraufhin mehrheitlich für das Bauprojekt aus.

Bereits im vergangenen Jahr war das Gastronomieangebot in der Gemeinde ausgebaut worden. Schloss Dyck hatte im Sommer nach dreieinhalb Jahren Bauzeit sein Hotel eröffnet. Aus der Reithalle und den Remisen für die Pferdekutschen in der Vorburg des Schlosses ist ein Neun-Zimmer-Hotel mit Restaurant und Festsaal geschaffen worden.

(NGZ)