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Fechten: Säbelfechter steuern auf Olympia-Kurs

Fechten : Säbelfechter steuern auf Olympia-Kurs

Dem Jubel über die Silbermedaille der deutschen Säbelfechter im Mannschaftswettbewerb der Europameisterschaften im englischen Sheffield folgte noch vor Ort die Einordnung.

So sehr sich Nicolas Limbach auch über den überraschend deutlichen 45:35-Erfolg im Halbfinale über Russland freute, "wir haben den Weltmeister nicht nur geschlagen, sondern ihn fechterisch dominiert", viel wichtiger fand der Weltranglistenzweite jedoch den 45:41-Sieg zum Auftakt gegen Weißrussland.

Und mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 2012 in London, wo nur die besten vier Nationen sicher mit drei Athleten (plus Ersatzmann) an den Start gehen dürfen, stellte Olaf Kawald, Fecht-Koordinator des in Sheffield mit insgesamt fünf Fechtern vertretenen TSV Bayer Dormagen, zufrieden fest: "Weißrussland konnte uns als Fünfter der Weltrangliste nicht überholen. Und mit dem Erfolg gegen die Russen, die vor uns den zweiten Platz belegen, haben wir sogar noch Punkte gutgemacht."

Dass es für Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner (alle Dormagen) und Björn Hübner (Tauberbischofsheim) im Finale gegen die äußerst routinierten Italiener nicht zur Goldmedaille gelangt hatte — gut zwei Wochen nach dem Sieg über den Weltranglistenersten im Kampf um Platz drei beim Weltcup-Turnier in New York ging das Duell diesmal mit 38:45 verloren —, nahm Bundestrainer Vilmos Szabo seinen Schützlingen nicht übel.

Ganz im Gegenteil: "Ich bin sehr stolz auf meine Jungs, das ist eine starke Truppe." Und nach der Siegerehrung fügte der Dormagener glücklich an: "Wir haben Silber gewonnen, nicht Gold verloren."

(NGZ)