Jüchen : Baubeginn für Sporthalle

Gestern wurde die Baustelle für das Millionenprojekt Sporthalle Bedburdyck-Gierath eingerichtet. Jetzt werden Straßen und Kanäle angelegt, ehe der Rohbau errichtet wird. Bis Ende 2012 soll die Halle fertig sein.

Gestern haben die Bauarbeiten für die neue Dreifachhalle an der Landstraße 71 zwischen Bedburdyck und Gierath begonnen. Zwar noch nicht für die neue Sportstätte selbst, aber für die Verkehrsinfrastruktur: "Im ersten Bauabschnitt werden zunächst die Kanäle und die Straßen angelegt, auch die Versorgungsleitungen für Gas und Wasser müssen teilweise neu gelegt werden", sagt technischer Dezernent Oswald Duda. Die Folge für die Autofahrer: Die Landstraße wird nur auf einer Spur zu nutzen sein, der Verkehr wird über eine Ampel geregelt.

Seit gestern einspurig

Rund 3,5 Millionen Euro wird die Gemeinde Jüchen in das neue Objekt investieren. In einem Architektenwettbewerb war der Entwurf des Düsseldorfer Büros "RKW Rhode Kallermann Wawrowsky" als Sieger ermittelt worden. Deren Konzept wird in teilweise abgespeckter Form jetzt realisiert werden. Zur Halle gehören nicht nur 53 Parkplätze, sondern auch eine gestaltete Außenanlage, ökologische Ausgleichsflächen, ein Regenrückhaltebecken und eine neue Linksabbiegespur, die zur Sportstätte führt.

"Für den ersten Bauabschnitt betragen die Kosten rund 280 000 Euro", so Rathaus-Sprecher Norbert Wolf. Auch die Verkehrsführung wird verändert: "Die L71 wird in diesem Bereich durch eine neue Linksabbiegespur, aus der Fahrtrichtung Bedburdyck kommend, aufgeweitet", erklärt Wolf.

Das 72 000 Quadratmeter große Areal wird über ein Abwasser-Trennsystem entwässert — dies schreibt das Landeswassergesetz vor. "Deshalb wird ein Regenrückhaltebecken gebaut, um das über das Dach und über den Parkplatz abfließende Wasser aufzufangen", erläutert Oswald Duda. Dieses werde über einen Zulauf in den Jüchener Bach geleitet. Bis 1995 sei es auch möglich gewesen, ein Mischsystem für das Abwasser zu errichten. Doch inzwischen hätten sich die Vorschriften geändert: Für neue Projekte sei ein Trennystem vorgeschrieben.

Bis Ende 2012 soll die neue Halle fertig sein — so sieht die grobe Zeitplanung aus. "Die Aufträge an die einzelnen Gewerke sollen im September im Fachausschuss vergeben werden", sagt Norbert Wolf. Verzögerungen seien aber durchaus denkbar — denn einige Arbeiten werden im Winter ausgeführt. "Durch andauernden Regen oder Schnellfall könnend diese verzögert werden", gibt Oswald Duda zu bedenken. Anders als beim 3M-Kreisverkehr, der jetzt in der warmen Jahreszeit begonnen wurde.

(NGZ)